Wahre Freiheit

 

In einer Welt begrenzter Ressourcen immer unbegrenztere Konsumbedürfnisse befriedigen zu wollen, erzeugt einen Lebensstil mit katastrophalen ökologischen und sozialen Folgen. Der Konsumglaube und die maßlose Habsucht, die immer mehr um sich greifen und denen auf der anderen Seite zunehmende Einengung und Unfreiheit gegenüberstehen, lassen mehr und mehr Menschen erkennen, dass Haben und Sein nicht identisch sind. Die daraus erwachsende Suche nach Befreiung ist immer die Suche nach dem eigenen Selbst, nach Identität, die nur durch Haben allein nicht gefunden werden kann.

 

Viele Suchende sind dabei noch dem Irrtum verfallen, der aus dem Konsumismus resultiert. Sie glauben, dass sie ihre befreite Identität einfach kaufen könnten. Dabei sind sie teilweise zu erstaunlichen Opfern bereit. Das eigentlich zu bringende Opfer ist aber das Überwinden der Fixierung auf die Alltagspersönlichkeit. Diese Alltagspersönlichkeit ist es, die mit ihren eigenen Auffassungen nicht nur als Opfer der gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern auch als Mit-Verursacher dieser Verhältnisse der wahren Befreiung und Identitätsfindung im Wege steht.

 

Die Weg-Arbeit trägt dazu bei, die fehlerhaften Aspekte des Selbstverständnisses der Persönlichkeit aufzuspüren und zu verwandeln, damit der Suchende schließlich in die Lage versetzt wird, selber frei und schöpferisch seine Identität zu erfahren und zu gestalten.