Kleine Schule der Dialektik II

Die Dialektik als Logik der Bewegung untersucht primär die Gesetze der Bewegung und die Formen, die sie annimmt. Die Bewegung wird als Funktion der Gegensätze und die Bewegung als Bewegung der Totalität verstanden, der wiederum eine Kausalität zugrunde liegt. Die Ursächlichkeit ist wie in jeder anderen Wissenschaft, eine wichtige Kategorie der Dialektik. Wenn man die Kausalität verneint, verneint man damit auch die Möglichkeit des Erkennens. Ein wesentliche Ursache eines jeden Prozesses und jeder Veränderung sind die in einem sich verändernden Objekt immanenten Gegensätze. Jedes Objekt, jede Erscheinung und jeder Wandel ist die Einheit und der Kampf der Gegensätze. Der Widerspruch ist die Koexistenz von einander entgegengesetzten Elementen.
 
Die Existenz gegensätzlicher Elemente schließt sowohl ihre Koexistenz in der Ganzheit ein, wo jedes einzelne Element seinen Platz einnimmt, als auch den Kampf dieser Elemente, um diese Ganzheit aufzubrechen.
 
Jeder Bewegung wohnt die Tendenz inne, die Negation einer Erscheinung hervorzurufen, das Objekt in sein Gegenteil zu verwandeln. Von der einfachen Negation unterscheidet sich die Negation der Negation, was einerseits Negation und andererseits Bewahrung auf einer höheren Stufe bedeutet.
 
Ein Beispiel für die Negation der Negation sind die Leitprinzipien des Jeet Kune Do:

1.) Research your experiences for the truth.
2.) Absorb what is useful.
3.) Reject what is useless:
4.) Add specifically what is your own.
 
Die hegelsche Methode aus der These und Antithese die Synthese zu entwickeln, ist nur mit der Negation der Negation umsetzbar.

 

(Michael)

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