Äußerlich

Wenn ich nur von außen her die Kenntnis habe

und wandeln will im großen SINN,

so ist es äußeres Gebaren, das ich wichtig nehme.

 

Wo die großen Straßen schön eben sind,

das Volk aber die Seitenwege liebt,

wo die Hofhaltung schön sauber ist,

aber die Felder voll Unkraut stehen

und die Scheunen leer sind,

wo die Kleidung schmuck und prächtig ist,

wo jeder einen scharfen Dolch im Gürtel trägt,

wo man heikel ist im Essen und Trinken,

wo sich die Güter im Überfluß finden:

 

Da herrscht Räuberwirtschaft, nicht der SINN.

 

(Tao Te King 53)

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