Zustände

Die Zustands-Elementale sind sehr gefährlich, weil sie unsichtbar sind; sie sind im Unterbewusstsein. Wir sind mehr noch die Sklaven von Zuständen, als von Dingen.

 

(Stylianos Atteshlis)

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Kommentare: 4
  • #1

    Rudi (Sonntag, 26 April 2020 18:55)

    Unkommentiert kann ich das nicht stehen lassen. Sorry. Der Satz ist wichtig und wesentlich. Aber nach meinem Empfinden sollte man ihn präzisieren und formulieren was er in der Praxis bedeutet. Das nimmt ihm hoffentlich die Schärfe.

    Das Unterbewusstsein ist u.a. eine mehr oder weniger tiefe Schichtung von Zuständen. Also Elementalen, die wir täglich durch unser Verhalten, Denken und Empfinden vitalisieren bzw nähren. Das beschreibt aber nichts anderes als unseren Weg durch die Polarität mit fehlgeleiteten Phasen, die in die Unbewusstheit geführt haben.

    Tatsächlich haben wir es Elemntalgruppen zu tun. Einzelne Elementalgruppen wiederum bestehen aus (ich kann es nur mit meinen Worten beschreiben) aus Kernelementalen. Man könnte sie auch als Mutterelementale bezeichnen. Wir haben sie an einer Weggabelung geschaffen, indem wir einen wesentlichen göttlichen Aspekt meist im Kontext mit einem Ereignis verdreht oder ins Gegenteil verkehrt ausgelegt und anschließend so praktiziert haben. Weil wir dem ersten Elemental in diesem Aspekt aber laufend Energie gegeben haben konnte es sich diversifizieren. Es nutzte also seine Energie, um uns in weiterverzweigte Teilaspekte zu treiben. Wir begannen also, eine negative Eigenschaft in verschiedensten Bereichen mit unterschiedlichen Details zu praktizieren. Auf diese Weise schafft sich das Kernelemental einen ganzen Stammbaum an diversifizieren Unterelementalen. Sobald sich aber ein Elemental mit Unterelementalen umgeben kann entzieht es sich unserem direkten Zugriff. Wir können es selbst mit bestem Willen und höchstem Fokus nicht mehr direkt angehen. Das hat zwei wesentliche Gründe. Zum einen nährt es sich energetisch von den Teilelementalen. Je mehr davon vorhanden sind, desto unüberwindbarer ist das Kernelemental. D.h. wir richten unseren Fokus auf das Kernelemental und meinen eine entsprechende wesentliche Eigenschaft jetzt endlich angehen zu können und zur gleichen Zeit wirken zig zugehörige Teilelementale auf uns verstärkt ein, weil wir das Kernelemental angeregt haben. Diese sind aber so weit verzweigt, dass wir zumindest kurz- oder mittelfristig den Zusammenhang zum Kernelemental gar nicht mehr herstellen können.

  • #2

    Rudi II (Sonntag, 26 April 2020 18:56)

    Bei entsprechender Ausprägung kann ein jahrelanger geführter Prozess nötig sein, um an das Kernelemental heranzukommen.
    Der zweite Grund weshalb wir ein Kernelemental nicht direkt angehen können ist der, dass es sich durch entsprechend viele Teilelementale unserem Bewusstsein entzieht. Wir nehmen es schlicht nicht mehr wahr. Ganz sicher aber dann nicht mehr, wenn sich weitere Elementalgruppen ansiedeln und die beschriebene Elementalgruppe so in tiefere Schichten absinkt. Spätestens jetzt kann man von Zustandselementalen reden. Sie sind so gefährlich, weil wir den Zugriff vollständig verloren haben. Und weil sie nahezu beliebige Ressourcen gegen uns ins Rennen schicken können. Wir richten uns in einer Richtung gegen einen Aspekt und verlieren in verschiedenste andere Richtungen Energie, die auf diese Weise wieder direkt an der von uns aufgemachten Front gegen uns eingesetzt werden kann. Das beschreibt die Vorgänge bei karmisch komplexen Belastungen.
    Unser Weg durch diesen Irrgarten kann nur geführt und auf die Führung fokussiert stattfinden. Unsere Führung regt uns an, quasi "reife" Elementale anzugehen. Diese haben wir durch unsere Mühen geschwächt und soweit aufgearbeitet, dass wir sie mit einer überschaubaren Zahl an Schritten devitalisieren können. Mittelfristig können Teilgruppen zur Devitalisierung reif sein. Unsere Führung versucht dabei aber nur, unsere Aufmerksamkeit auf entsprechende Ziele zu lenken. Die Zielsetzung selbst müssen wir vornehmen. Im Prozess der Zielsetzung bilden wir Bewusstsein aus und erleben so das eigentliche Wachstum. Indem wir einen fehlgeleiteten Teilaspekt unserer Aufmerksamkeit unterziehen und ihn von allen Seiten betrachten, um ihn so zu erschließen und im göttlichen Sinne zu korrigieren.
    Deswegen ist die Kombination aus göttlicher Führung, Zielsetzung und Bewusstwerdung im Prozess des Erkennens und der positiven Umsetzung das wesentlichste Werkzeug auf unserem Weg. Unsere Führung regt uns zu möglichen Zielen an. Wir erkennen den Impuls und setzen ein Ziel. Da wir unseren Fokuss und unseren Willen nun spezifisch ausgerichtet haben kann unsere Führung jetzt auch spezifische Unterstützung leisten. Diese Hilfestellung ist erheblich. Je aufmerksamer wir jetzt die Entwicklung betrachten, desto besser greift alles ineinander und desto tiefergreifende Komplexe können bewältigt werden.
    Zustandselementale sind so gesehen hochgefährlich. Aber das ist nun mal unser Weg. Jedes Zustandselemental ist aber irgendwann freigelegt und reif. Kein Elemental kann sich uns, also seinem Schöpfer, wirklich in den Weg stellen. Es kann zuweilen allerdings etwas dauern. Nachhaltiges Arbeiten bleibt uns also nicht erspart.
    Ich hoffe aber, dass etwas mehr Detailverständnis vielleicht helfen könnte.

  • #3

    Ruth Finder (Dienstag, 28 April 2020 17:08)

    #1 und #2 - sehr lesenswert, nachdenkenswert. Hat bei mir Wiederhall gefunden und interessante innere Bilder und Empfindungen hervorgerufen. Ganz schön detaliert. Errinnert an den Buddhismus in der Hinsicht, dass dort die menschlichen Regungen und Eigenschaften auch präzise und noch präziser in ihre Einzelheiten zerlegt werden.
    Ein ganz großes und schwer zu überblickendes Arbeitsfeld tut sich uns da auf! Oder eben, ja, ein Irrgarten. In der ESG heißt es aber: "Die Welt ist ein Labyrinth. Und bei Gott, ihr werdet es genießen!"

    Ich habe dann, ausgehend vom Rudis Ausführungen, die Gedanken weiter "gesponnen" bzw. in andere Richtungen und auf andere Aspekte gelenkt. Was wäre zum Beispiel mit den positiven Elementalen? Man könnte denken, dass hier umgekehrte Verhältnisse herrschen. Es wäre nämlich dann doch gut, wenn es ganz viele Teilelementale von einem Kernelemental gäbe. Im Prinzip schon. Aber auch hier besteht (sollte es zumindest) die Bestrebung zum Kernelemental z.B zur vollkommenen Demut, zur immerwährenden Freude, zur allumfassenden Liebe. Im Falle negativer Elementale arbeiten wir uns also genauso wie im Falle positiver Elementale in Richtung Kernelementale durch. Allein, im ersteren Fall tun wir das, um das Kernelemental zu schwächen, im zweiten Fall zu stärken.

    Eine andere Überlegenung basiert darauf, dass es auch in die andere Richtung geht, also vom Kleinen zum Großen, von vielen zu einem: Die Gruppenelementale könnten Teilelementale von noch größeren Kernelementalen sein. Und zuletzt käme man zu einem Urelemental. Und ich denke das ist "Angst". Aus dem Urlicht in die Weltdunkelheit... da kann man sich schon richtig verlieren - aus der Liebe in die Angst. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Angst! Hass, Wut, Verblendung sind ihre Teilelementale, die wiederum verschiedenste "Gesichter" haben. Vielleicht kann der Weg überhaupt damit beginnen/ fortgesetzt werden, dass man das Urelemental "Göttliche Liebe"/Urlicht" endeckt und durch alle Zeiten dahin strebt/streben wird.

  • #4

    Ruth Finder (Donnerstag, 30 April 2020 15:52)

    Das Urlicht

    Rabbi Elimelech von Lisensk sprach: "Ehe die Seele in die Luft dieser Welt tritt, führt man sie durch alle Welten. Zuletzt zeigt man ihr das Urlicht, das einst, als die Welt erschaffen wurde, alles erleuchtete, und das Gott dann, als der Mensch verdarb, geborgen hat. Warum zeigt man der Seele dieses Licht? Damit sie von Stund an Verlangen trage, es zu erreichen und sich ihm im irdischen leben Stufe um Stufe nähere. Und die es erreichen, die Zaddikim, in sie geht das Licht ein, aus ihnen hervor leuchtet es wieder in die Welt. Dazu ist es einst geborgen worden."