Kreise/Kugeln

In den "Kreisgedanken" ab S. 69 unter "Alltagspersönlichkeit und höheres Selbst" nutzen wir einen Kreis zur graphischen Verdeutlichung des Verhältnisses von AP, Bewusstheit und HS.

 

Die Größe des Kreises ist variabel. Oder dreidimensional gesehen: das Volumen der Kugel. Nehmen wir an, das Kugelvolumen steht für die Elementalsumme der AP und ist damit auch Ausdruck des HS innerhalb der Trennungswelten.

 

Entgegen Auffassungen, dass "wir unser Ego loswerden müssen" - was für viele missverstehenderweise bedeutet, AP und HS in den Trennungswelten bis zum Verschwinden schrumpfen zu lassen - geht es bei der von uns angestrebten Entwicklung zwar um das Überwinden der Identifikation mit der AP, aber ganz anders herum eher um Wachstum und inhaltliche Steuerung des Kugelvolumens.

 

Das Wachstum wird normalerweise durch unser Nichtwissen um die Wachstumsmöglichkeiten beschränkt - und vor allem durch die karmischen Umstände, sozusagen den äußeren Druck auf die Kugel. Wenn wir im Leben nun in eine Lage geraten, in der wir sehr entspannt sind, gut eingerichtet sind, mit den Lebensumständen zufrieden sind, dann bekommt die AP-Kugel mangels Außendruck Raum, sich zu weiten.

 

Das ist ein Augenblick, in dem es riskant wird, denn grundsätzlich bekommen alle Elementale Platz zum Sich-Ausdehnen. Ideal wäre es, wenn wir es schaffen würden, nur positive, gewünschte Elementale wachsen zu lassen. Maximal negativ wäre der umgekehrte Fall, dass nur spirituell nicht wünschenswerte Elementale wüchsen.

 

Dieses Bild beschreibt ganz gut die Risiken von Einrichtung. Mit Ausrichtung können wir gegensteuern. Perfektion wird wie üblich nicht erwartet. Bemühen schon. Bemühen ruft zudem Unterstützung hervor!

 

Perfektion geht schon realistischerweise nicht nur nicht, weil wir schwach sind (weil unser Ausgangspunkt für die Weg-Arbeit eben da ist, wo er ist, und der Weg eben auch beschritten werden muss), sondern weil es zu einem gewissen Teil eben noch ein weiteres Übel gibt: den unbewussten und den unterbewussten Teil unserer AP, der sich per definitionem unserer direkten Aufmerksamkeit entzieht!

 

Der schlaue Fuchs kann den Moment der Ausweitung der Kugel aber für Erkenntnisprozesse bezüglich dieses unbewussten und unterbewussten Teils der AP nutzen, weil ihre Elementale zumindest teilweise durch die nicht zu verhindernde Ausweitung sichtbar werden. Sie "treten in Erscheinung".

 

Ist die Aufmerksamkeit hiermit auf ein (mögliches) Faktum gelenkt, kann die Wissensspirale vom Wahrheitsforscher in Gang gesetzt werden.

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Kommentare: 7
  • #1

    R.G. (Montag, 20 April 2020 10:02)

    Das ist für mich gerade eine sehr hilfreiche Darstellung und macht noch einmal mehr deutlich, wie unverzichtbar Innenschau und Selbstanalyse ist und wie dankbar wir für Gemeinschaft sein müssen.

  • #2

    Rudi (Montag, 20 April 2020 22:24)

    "Wenn wir im Leben nun in eine Lage geraten, in der wir sehr entspannt sind, gut eingerichtet sind, mit den Lebensumständen zufrieden sind, dann bekommt die AP-Kugel mangels Außendruck Raum, sich zu weiten.
    Das ist ein Augenblick, in dem es riskant wird, denn grundsätzlich bekommen alle Elementale Platz zum Sich-Ausdehnen."
    Das ist gerade auch für mich selbst ein spannender Kontext. Ist das so? Und worin besteht das eigentliche Risiko? Ich empfinde das beschriebene Modell als nicht ganz passend oder vollständig. Deswegen würde ich gerne meine Empfindungen und Gedanken dazu formulieren.

    Aussendruck geht einher mit Energiemangel. Energiemangel verursacht Unzufriedenheit. Diesen Zustand teilen wir mit unseren negativen egoistischen Elementalen.
    Findet eine Identifikation mit den negativen Elementalen statt, dann ist unsere Empfindungswelt deckungsgleich mit den Empfindungen der Elementale. Die Reaktion eines Elementals auf Energiemangel ist die Suche nach Energie. Aufgrund unserer Identifikation tun wir es genauso. Finden wir nun einen Weg, diesen Energiemangel zu decken, dann verschwindet das entsprechende Gefühl von Mangel und wir empfinden Zufriedenheit. Das wäre eine negative Ausdehnung des Kugelvolumens. Weil die Ausdehnung des Kugelvolumens egoistischen Prinzipien folgt, wäre vielleicht die Dichte der Kugel als zusätzliche Größe interessant.

    Das Ergebnis wäre Zufriedenheit bei gleichzeitig höherer Dichte. Dieser Zustand wäre zeitlich begrenzt, weil er abhängig von Energie dritter ist. Und er ist hochriskant wegen bekannter Gründe.
    Wenn wir aber negative Elementale devitalisieren, dann entsteht Zufriedenheit, weil wir ein egoistisches Prinzip mit dem passenden göttlichen Prinzip erlöst haben und nun davon befreit sind. Das Ergebnis wäre Zufriedenheit bei gleichzeitig geringerer Dichte.

    Das beschreibt jetzt zwei gegenläufige Prozesse. Beide mit dem Ergebnis Zufriedenheit.
    Einmal weil die negativen Elementale Ruhe geben und einmal weil sie devitalisiert wurden.
    Wenn wir uns auf dem Weg befinden und einen längerfristigen Zustand von Zufriedenheit erlangen, dann haben wir es meist mit beiden Zusammenhängen zu tun in unterschiedlicher Gewichtung. Das beschriebene Risiko besteht unabhängig von der Gewichtung in jedem Fall solange wir noch negative Elementale nähren und schaffen. Perfektion gibt es auch nach meiner Empfindung nicht.

    Der Grund weshalb unsere verbliebenen negativen Elementale Ruhe geben liegt aber ganz einfach darin, dass ihre Wirkungsbereiche nicht von unserer positiven Zielsetzung berührt wurden. Sie sitzen quasi im Keller in einer dunklen Ecke, freuen sich an ihrer Symbiose mit uns und hoffen, dass alles so bleibt wie es ist (menschlich ausgedrückt).
    Das Risiko ist aber aus meiner Sicht überschaubar. Einfach deswegen, weil wir jederzeit höhere Ziele stecken können. Nach meiner Empfindung haben wir mit unserer Zielsetzung immer das probate Mittel in der Hand, um eine Einrichtung zu vermeiden.

    Mit meinem aktuellen Zustand habe ich ein Lebensziel zumindest weitgehend erfüllt, das mich bisher auf dem Weg intensiv begleitet hat, nämlich alle wesentlichen karmischen Belastungen weitgehend aufzulösen. Ein darüber hinausgehendes Ziel hatte ich nicht. Das ist wirklich das erste Mal in meinem Leben, dass ich auf meinem Weg ein Ziel formulieren und fokussieren muss, weil ich zumindest mittelfristig noch keines richtig fokussiert habe.
    Das ist eine komplett neue Erfahrung für mich.


  • #3

    R.G. (Dienstag, 21 April 2020 07:15)

    Rudi, du bist wohl Techniker, was? ^^
    In aller Kürze und sehr vereinfacht aus Zeitmangel:
    Es gibt zwei Möglichkeiten den Weg des Menschen zu gehen. Einmal passiv aufgrund von karmischem Druck und einmal als Weg-Arbeiter, der aktiv forscht und sich entwickeln will.
    Da unsere negativen Elementale immer nur eine gewisse Zeit satt sind und Ruhe geben, werden sie in Abständen immer wieder aufgeladen werden wollen. Geben wir dem nach, werden wir mit den sich daraus ergebenden karmischen Konsequenzen konfrontiert. Der Außendruck ist also wieder gestiegen. Clemens Kugelbild macht das Risiko deutlich, das bei der Weg-Arbeit entsteht, also vom bewussten Agieren auf das unbewusste Reagieren auf karmische Umstände "zurückzufallen". Dauerhafte Zufriedenheit entsteht nach meiner Erfahrung nur beim/durch bewussten/s Beschreiten des Weges, bei der Weg-Arbeit.

  • #4

    Rudi (Dienstag, 21 April 2020 07:18)

    Ergänzend:
    Ausdehnung empfinde ich in diesem Zusammenhang dann, wenn die Dichte abnimmt. Weil dann das Einheitsempfinden zunimmt und ein Öffnung für das Ganze stattfindet.

  • #5

    Rudi (Dienstag, 21 April 2020 18:48)

    Stimmt. Wie hast du das bemerkt? ;-)
    Ja.....das war ziemlich kurz. In der Essenz für mich bezüglich dem anstehenden Schritt stimme ich dir zu.

  • #6

    Rudi (Dienstag, 21 April 2020 20:03)

    ...es war ja nur die Beschreibung dessen was in meiner Emfindung nicht zum Bild gepasst hat.
    Grundsätzlich ist mir ja das Persönliche und Konkrete lieber. Da ich euch nicht persönlich kenne und auch keine Vorstellung davon habe, was euren Kreis praktisch und konkret eigentlich ausmacht ist es schon etwas schwierig. Austausch von Bedeutung setzt vermutlich auch persönlichen Kontakt voraus. Wenn man ein Bild voneinander und auch von den persönlichen Verhältnissen hat, geht das sicherlich besser. Das wird leider mit dieser Entfernung vermutlich schwierig. Was ich hier jedenfalls so von mir gebe, kann leicht den Eindruck erwecken, dass nur gerne schlaue Sprüche von mir gebe. Insofern werde ich sicher gerne in euren Blog reinzuschauen, solange ich darf, mich aber eher zurückhalten.
    Es wird jedenfalls Zeit, dass ich mich wieder mehr der praktischen Umsetzung widme.


  • #7

    Rudi (Dienstag, 21 April 2020 20:18)

    ...nein. Das war falsch ausgedrückt. Ich werde in eurem Blog einfach schauen, dass ich Beiträge schreibe wenn ich das Gefühl habe, dass ich konstruktiv etwas beitragen kann. Der Austausch wird schwierig bleiben, weil das Persönliche fehlt. Aber so ist das eben.