Ängste (R.G. zitiert)

Ängste sind sehr empfindlich und eitel. Wenn man sie nicht beachtet, sind sie beleidigt und gehen.

Ob wir uns aus Freude und Lust intensiv mit etwas beschäftigen oder aus Angst und Unbehagen etwas mit allen Mitteln vermeiden möchten - unser Handeln hat in beiden Fällen etwas gemeinsam: Wir widmen diesen Dingen unsere Aufmerksamkeit und investieren unsere Energie in sie. Dadurch wachsen sie und gewinnen an Bedeutung. Das bedeutet: Die größte Macht und Freiheit, die wir der Angst geben können, ist, ihr blind zu folgen. Und das ist der wirksamste Weg, unsere Angst zu nähren und zu intensivieren.


Demzufolge ist der erste Schritt, um die Angst zu überwinden, genau zuzuhören, was sie sagt. In den meisten Fällen verführt sie uns, etwas Notwendiges zu vermeiden oder eine destruktive Abhängigkeit einzugehen oder fortzusetzen.


Je klarer du diese Zusammenhänge erkennst, umso wirkungsvoller wird dein Umgang mit der Angst. Denn du lernst, die Angst nicht zu beachten und ihr nicht zu folgen. Und diese Missachtung ist tödlich für die Angst.

 

(Mohsen Charifi)

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