Zu "Parabeln"

Die Geraden x und y stellen für mich ableitend aus der Astrologie erst einmal die Raum-Zeit-Koordinaten dar – Manifestation im Physischen. Ziehe darum einen Kreis und Du hast eine Radix und das würde ich bei dieser Parabel gerne auch tun, denn das stellt innerhalb der Trennungswelt Deinen Bewusstseinsring dar, wenn ich es aus Deinem Kommentar heraus deuten möchte. Du kannst Dich nur entsprechend Deines Bewusstseinsstandes und nächst geplanten „Evolutionsschrittes“ ausdehnen.


Der Kreis mit dem Punkt in der Mitte bei einer Radix steht für die Geburt eines individuellen Bewusstseins, das durch Abgrenzung vom größeren Ganzen entsteht. Um aber den Schöpfungswillen zu erfüllen und Bewusstsein über sich selbst zu erlangen, muss sich dieses SEIN nach außen verlagern. Hier kommen die zwei Projektionspunkte AC / DC (Raumkoordinate) ins Spiel und damit wärst Du wieder bei der göttlichen Trinität, wenn Du diese Brennpunkte zu einer Geraden verbindest, womit der Schöpfungsakt, die Teilung in Geist und Materie beginnt. Das Zentrum bleibt jedoch als Einheit bestehen. Der AC ist übrigens das Tierkreiszeichen, welches im Moment der Geburt am östlichen Horizont aufsteigt, deswegen auch aufsteigendes  Zeichen. Du bezeichnetest die Waagerechte in Deinem Kommentar als „Moment der Erstinkarnation“^^. Ich weiß, ist nicht dasselbe, aber die Waagerechte als Inkarnationspunkt an sich gesehen ….


Danach erfolgt die Drehung des Durchmessers und es entstehen zwei weitere Punkte (Sonnenhöchststand und Mitternachtspunkt auf der y-Achse), die zu einer Linie verbunden werden. Das Ergebnis ist die Wirksamkeit des Kreuzes in Raum (x-Achse) und Zeit (y-Achse). So kann dann in Deinem Bild gesprochen die untenoffene (Unbewusst) und die obenoffene Parabel (bewusst) entstehen.


Zu Deiner Frage: Kann man die Waagerechte spüren? Ja, von den Brennpunkten AC (Aszendent) und DC (Deszendent) in Verbindung mit dem Sein als Zentrum treiben Dich die jeweiligen Kräfte zur individuellen Wandlung an. Je näher Du Deinem Seelenziel (AC) kommst, also den inneren Weg gehst, desto bewusster werden Deine Handlungen, Gedanken, Worte u.s.w. in Richtung der Waagerechten und Du spürst mit der Zeit genauer, ob Du „auf der Waagerechten“ läufst. Der Ruhepunkt ist hier für mich auch der Mittelpunkt der Parabel.  Jeder Quadrant wird aufgrund des Zugrundeliegens einer „Dreiheit“ von Kräften noch einmal in drei Felder unterteilt. So könntest Du bereits, wenn Du es Dir gebogen vorstellst, Deine Parabel erhalten. Du könntest jedoch auch durch die jeweiligen Achsen mit Spiegelpunkten (Schattenthemen) arbeiten. Das würde hier jedoch ausufern. Deine Aussage war: „Weg von einer dualen, hin zu einer polaren Haltung …“. Hier stimme ich Dir voll und ganz zu und auch das lässt sich gut durch die Radix erklären. Zu jedem TK (Tierkreis)-Zeichen gibt es ein polares Gegenstück, mit welchem man in Spannung liegt. Deswegen ist die Opposition auch immer ein Spannungsaspekt. Ganz banal gesagt besteht nun einmal das Leben aus Spannung und Entspannung, Dualität, eben die 2 Seiten ein und derselben Medaille, wo keines besser oder schlechter ist als das andere. Die Kunst liegt tatsächlich darin, diese Dualität unter Zuhilfenahme des ergänzenden Polzeichens (um in dem Bild zu bleiben) aufzuheben, denn kein Pol kann alleine für sich existieren, vergleichbar mit Yin und Yang. Es geht also darum, diese scheinbar widersprüchlichen Aspekte zu harmonisieren und so die Kräfte in ein „Kräftegleichgewicht“, angemessenen Ausdruck – steiler werdende Parabel nach oben offen, zu bringen.


Die Waagerechte ist für mich demnach nicht nur ein Umschlagpunkt, sondern wie in Deinem Kommentar beschrieben Sabaoth, wenn die Brennpunkte der Waagerechten nach Vereinigung wieder ins Zentrum (SEIN) zurückführt werden. Für mich konzentriert es sich auf Deinen beschriebenen „Ruhepunkt“.


Da die Kräfte immer zum Seelenziel (Waagerechte) drängen, bist Du diesen Dein ganzes Leben lang ausgesetzt, spürst sie aber meines Erachtens nach erst wirklich BEWUSST und längeranhaltend, wenn Du Dich einigermaßen konstant im Bereich der oben offenen Parabel bewegst, solange bis aus der Parabel entstehende senkrechte Linie sich wieder zum Punkt konzentriert und sich die Waagerechte ganz am Ende wieder in die Einheit zurückzieht, somit die Brennpunkte links und rechts sich vereinen und dann nach zig Inkarnationen als „Geist-Einheit  (SEIN) unsterblich eingehen“ . Ab diesem Zeitpunkt des „Einheitsbewusstseins“ hier auf Erden könnte man davon sprechen, wie Du es ausdrückst: „Da wäre dann die obere Senkrechte wieder der jenseitige Gott, der von Sabaoth gänzlich frei sich selbst gegenüber in den Trennungswelten offenbart würde“.  Die Hülle unseres Daseins kann somit als das perfekte Instrument für göttliche Offenbarung dienen und ist keiner Begrenzung mehr unterworfen. Die „Körper“ können sich frei sowohl innerhalb als auch außerhalb der Trennungswelt bewegen.


Das befreit das Individuum vom Rad der Wiedergeburt aus meiner Sicht. Du KANNST dann wiedergeboren werden, aber DU MUSST NICHT mehr.


Ja, für mich sind die Parabeln gespiegelt ein Sinnbild für Wandlung von Jaldabaoth in Sabaoth durch das Anheben des Unterbewusstseins (aus der Materie; -Bereich) in Bewusstsein (Seele; + Bereich) in den von Dir beschriebenen Stufen bis zur Konzentration in einer ausgewogenen Haltung (Geist; Scheitelpunkt der oberen Parabel) durch Wandlung sozusagen zurück in den Urzustand mit der Bedeutung der Waagerechten und Senkrechten, wie oben beschrieben.

 

(Frau Ö.)

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