Barmherzigkeit

Am Anfang der Schöpfungsgeschichte im AT bei 1.Mose 1-7 (Lutherbibel) heißt es:

 

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.

 

Gott... Gott...Gott... Am Ende dagegen lesen wir bei 1.Mose 2,4:

 

Dies ist die Geschichte von Himmel und Erde, da sie geschaffen wurden. Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.

 

Der rabbinischen Bibelexegese zufolge wollte Gott anfangs die Welt aus seinem Gerechtigkeitsattribut heraus erschaffen, denn das Wort "Gott" steht für dieses Attribut. Weil aber Gott während seines Tuns erkannte, dass die Welt so keinen Bestand haben würde, gab er seinem Attribut der Barmherzigkeit den Vorrang, das sich der rabbinischen Tradition zufolge in "der Herr" ausdrückt. Gott verknüpfte die Barmherzigkeit mit der Gerechtigkeit und schuf so eine Welt, die Bestand hatte.

 

Man kann es auch 95%-Regel nennen.

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