Können

Ein Schüler klagte dem Rabbi Jakov, dass ihm auf dem Lehrwege stets Fehlgriffe, Irrtümer und Missgeschicke passieren würden. Er würde so gerne augenblicklich etwas wirklich können.

Der Rabbi antwortete: "Hab Geduld, mein Freund! Wir alle machen immerzu Fehler und eher stolpern wir voran. Merke auf, ganz lange geht jeder, wie er nicht kann. Dann irgendwann kommt auch das Können dazu."

 

(Ruth Finder)

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Kommentare: 2
  • #1

    R.G. (Samstag, 01 Februar 2020 18:57)

    Seufzend schaute der Schüler Rabbi Jakov an. Dieser lächelte und sprach weiter: "Nicht verzagen. Denn so wie im Kompost die schönsten Blumen bereits enthalten sind, so ist auch im Nicht-Können das Können enthalten. Ein guter Gärtner weiß darum den Kompost zu schätzen und auch wir können darauf vertrauen, dass aus dem Nicht-Können unser Immer-etwas-besser-Können wird. Bleiben wir also geduldig und freudvoll bemüht und werden zu Gärtnern im Garten des Lebens."

  • #2

    Ruth Finder (Sonntag, 02 Februar 2020 12:12)

    Die universelle Formeln für alle spirituellen Sucher lautet: Du wirst den Schatz da finden, wo du es am wenigsten erwartest - inmitten deiner Menschlichkeit. Und das ist da, wo du stolperst, dich blamierst und versagst. Die Wahrheit ist paradox. Die Weisen sagen: Wir können genau da in unsere Mitte finden, wo wir eben noch haltlos umhergeirrt sind.

    Der Gipfel ist - aller Vorstellungen zum Trotz - nicht kostbarer als die Wegsrrecke, auf der wir uns gerade befinden.
    (Sylvia Kolk)