Das antike Christentum

Ich lese zur Zeit ziemlich interessiert das Buch "Das antike Christentum - Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen" von Christoph Markschies. Neben einigen durchaus beachtlichen Leistungen fallen dabei auch erstaunlich viele Unterschiede zur heutigen "Kirche" auf - und vor allem auch erstaunliche Auslegungen und Blindfleckigkeiten gegenüber dem, was wir über den historischen Jesus und seine Lehren wissen (zu wissen glauben?).

 

Es hat wahrscheinlich auch in der alten Kirche eine Reihe von wertvollen, einfachen Menschen gegeben. Und auch inspirierende Denker. Aber wie schnell sich Machtstreben, Egoismus, Rechthaberei, Unversöhnlichkeit, hierarchisches Denken, Instrumentalisierung von Spiritualität, Vorteilssuche usw. schon nach scheinbar kürzester Zeit nach dem Tode Jesu ausgebreitet haben, ist schwer zu fassen. In Wahrheit sind aber 100 oder 200 Jahre keine kurze Zeit. Ist ein spiritueller Lehrer einmal tot (oder zum Himmel aufgefahren), dann können schon drei Wochen später die Leute erzählen und verdrehen was sie wollen.

 

Es ist alles irgendwie willkürlich und unspirituell. Im Laufe der Zeit könnte auch genauso dieser Ansatz gekapert werden:

 

https://pastafari.at/

 

https://www.pastafari.eu/

 

Das wäre keinesfalls weniger schlüssig.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0