Ruhiges Verweilen und Einsichtsmeditation

Diese beiden Meditationsübungen können jenseits der Einzelübungen zu verschiedenen Vollform-Varianten zusammengenommen werden. Ziel ist bei dieser Variante gegenwärtig sein im Augenblick mit möglichst umfassender Aufmerksamkeit:

 

Einstieg ist das bekannte "im Körper sein", zu dem auch die Atem-Einspitzigkeit gehört. Die Aufmerksamkeit wird aber breiter gestreut, bis man ganz das Vehikel ausfüllt und wahrnimmt. Dabei kann man alle Arten von Wohlsein erfahren, aber auch beispielsweise das einschlafende Bein. Es geht darum, uns nicht wertend im physischen Körper zu erleben, wie er ist (und wie wir darin sind).

 

Mit der gleichen Aufmerksamkeit ist man offen für seine Emotionen. Wahrnehmen, nicht darauf einsteigen, gegebenenfalls Benennen.

 

Gleiches gilt für die Gedanken.

 

Die drei Bereiche schließen sich nicht aus, stehen gleichzeitig der Aufmerksamkeit offen. Es geht dabei NICHT um Einspitzigkeit oder Nullspitzigkeit, sondern, wie oben mit anderen Worten gesagt, um eine möglichst komplexe und komplette Erfahrung unserer dreifachen Verkörperung im gegenwärtigen Moment - ohne Zugriff zu nehmen und ohne Widerstand.

 

Besonders bei dieser Form kann der ehrliche Übende - wie bei der Innenschau und Selbstanalyse - viel über seine AP-Struktur erfahren.

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