Vergänglichkeit

Die Vergänglichkeit ist ein Prinzip der Harmonie. Wenn wir uns nicht gegen sie auflehnen, sind wir in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit.

 

(Pema Chödrön, aka Deirdre Blomfield-Brown)

 

Vor den Begriff "Vergänglichkeit" schrecken wir unwillkürlich zurück. Der Buddhismus reitet auch ziemlich extrem darauf herum, da er ihn zu einen Absolutum macht, ohne dabei ganz konsequent zu sein. Naheliegend ist positiv zu sehen, dass eben auch Schmerzen, Leid, Unwissenheit etc. vergehen. Die Gegenteile vergehen allerdings auch. Und die Wesen haben ebenfalls keinen Bestand.

 

Mir erscheint das zu zersetzend gedacht. Ich benutze lieber den Begriff der Veränderung, des Wandels. Da klingt für mich etwas vom Titel einer Zusammenfassung von acht Upanishaden namens "Im Wandel das Bleibende" (zusammengefasst und übersetzt von Egbert Richter) an. Wandel und Bleibendes sind in den Trennungswelten vermischt. Alles andere wäre einseitig dargestellt.

 

In der Zeugen-Bibel - deren Lektüre ganz am Anfang meiner spirituellen Entwicklung stand - las ich in den Sprüchen einen, der mir erinnerlich blieb: Auch beim Lachen kann das Herz Schmerz empfinden; und Kummer ist das, worin Freude endet. (Sprüche 14,13)

 

Hier wird die Einseitigkeit andersherum betrieben. Es wird nicht erwähnt, dass es auch umgekehrt gültig ist: Auch im Schmerz kann das Herz lachen; und Freude ist das, worin Kummer endet.

 

Das war mir damals auch nicht klar, soweit ich mich entsinne. Ich war einem eher negativen Zauber erlegen, der vielleicht nur aus mir selbst kam (möglicherweise aber schon in den Worten steckt).

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