Shantideva sagt:

"Wann werde ich erneut das Erscheinen eines Buddhas vorfinden,

den Glauben, die menschliche Geburt, die Eignung zur Übung des Guten -

All diese Dinge, die Schwer zu erlangen sind?"

 

In der buddhistischen Sichtweise ist schon die Geburt als Mensch eine kostbare Seltenheit. Unendlich häufiger wird man als irgendein Tier, irgendein Geist, irgendein Gott, irgendein Höllenwesen etc. wiedergeboren - alles das spirituell nicht förderliche Inkarnationsformen. Der Buddha soll gesagt haben:

 

"Als Mensch wiedergeboren zu werden ist keine einfache Sache. Es ist genauso selten, wie es vorkommt, dass eine einäugige Schildkröte, die einsam in den Tiefen des Ozeans umherschwimmt und nur alle hundert Jahre einmal auftaucht, beim Auftauchen den Kopf durch die Öffnung eines hölzernen Jochs steckt, das auf der unendlichen Weite des Ozeans treibt."

 

Das könnte ziemlich selten sein! ^^ Wir glauben eher nicht an diese Form des Inkarnations-Hoppings, der Seelenwanderung, aber wenn wir das als die grundsätzliche Wertschätzung für förderliche Umstände lesen, dann könnten wir es unterschreiben.

 

Auch in der Annäherung an die Spirituelle Gemeinschaft kann es Brüche und Rückschritte geben, dann sind wir ihr zwar schon von der Verbundenheit näher, aber in der äußeren Form möglicherweise wieder ferner gerückt. Das ist kein erfreulicher Zustand und bestimmt mit verschiedenem inneren Missbehagen verbunden.

 

Allerdings kann man die SpirGem zumindest als ein aktiv auf den Wellen des Ozeans treibendes (sanftes!) Joch betrachten. Durch die Verbundenheit gelenkt und motiviert wird sie sich immer bemühen, zumindest dort zu treiben, wo die Schildkröte sich zum Auftauchen anschickt. Sozusagen.

 

Wertschätzung förderlicher Umstände - damit kann ich etwas anfangen!

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