Fliehen oder bleiben

Die gestrige Gegenüberstellung von Gründen zu gehen und der Notwendigkeit auszuharren ist eher eine Scheingegenüberstellung. Schon die Gründe zu gehen sind ja ziemlich reduziert. Im Übrigen gibt es mengenweise Apophthegmata, die zum Bleiben auffordern. Zum Beispiel:

 

1148. Ein Altvater sagte: "Wie ein Baum keine Früchte bringen kann, wenn er zu oft versetzt wird, ebenso kann ein Mönch, der oft umherzieht, keine guten Früchte bringen."

 

1149. Ein Bruder, der von seinen eigenen Gedanken angereizt wurde, aus dem Kloster auszutreten, zeigte dies seinem Abt an. Der jedoch sprach zu ihm: "Geh, bleib daheim und gib deinen Leib den Wänden deiner Zelle als Pfand und gehe ja nicht aus. Deine Gedanken aber lasse denken, was sie wollen, nur den Leib lasse nicht aus der Zelle hinaus."

 

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