Der Weise Woh Tzu VII

Mancher klagt weil ohne Schuhe -  bis sehen jemand ohne Füße.

 

Standfestigkeit ist nicht Unbeweglichkeit.

 

Größter Geldverbrauch durch bezahlen.

 

Nie Hasen jagen mit totem Hund.

 

Besser vielen Menschen Ohr leihen als vielen Menschen Stimme.

 

Straße wird viel sauberer wenn jeder fegt vor eigener Tür.

 

Finden Perlen nicht weil suchen Körner.

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Kommentare: 5
  • #1

    Dah Tzu (Mittwoch, 25 Dezember 2019 23:13)

    "Standfestigkeit ist nicht Unbeweglichkeit."

    Wer fest (unbeirrt/beharrlich/konsequent) auf dem Boden des göttlichen Gesetzes steht (dieses Gesetz befolgt), ist wirklich frei. Ist also höchst beweglich.

  • #2

    Dah Tzu (Mittwoch, 25 Dezember 2019 23:42)

    "Straße wird viel sauberer wenn jeder fegt vor eigener Tür."

    Es heißt doch: "Den Splitter im fremden Auge, aber nicht den Balken im eigenen sehen."
    Die Straße wird tatsächlich viel sauberer, wenn jeder den/die Balken vor eigener Tür wegräumt, statt auf den Splitter in der Nachbarschaft hinzuweisen.

  • #3

    Clemens (Donnerstag, 26 Dezember 2019 04:53)

    "Finden Perlen nicht weil suchen Körner."

    Den Zielen der animalischen Ebene unterworfen finden wir nichts von spirituellem Wert. Und selbst, wenn wir uns schon scheinbar der Suche nach "Perlen" hinzugeben beginnen, bleiben wir oft ganz oder großteils unter der Kontrolle der AE. Die Folge: Wir finden nur aus Körnern gemachte Perlensurrogate. Religion und Wellness-Esoterik.

  • #4

    R.G. (Donnerstag, 26 Dezember 2019 06:52)

    "Nie Hasen jagen mit totem Hund."
    Keine Weg-Arbeit ohne Ausrichtung.

  • #5

    Dah Tzu (Donnerstag, 26 Dezember 2019 13:15)

    "Mancher klagt weil ohne Schuhe - bis sehen jemand ohne Füße." - Was, wenn diese "mancher" und "jemand" in einer Person sind?


    Nach einem Gottesdienst sprach Rabbi Bunam zu seiner Gemeinde: "Ein Königssohn empörte sich wider seinen Vater und wurde von dessen Angesicht verbannt. Nach einer Zeit erbarmte es den König, und er hieß ihn suchen. Ein Bote fand den Königssohn in einer Dorfschenke, wo er bloßfüßig und im zerrissenen Hemd unter betrunkenen Bauern saß. Der Bote sagte zu ihm: "Ich bin von Eurem Vater gesandt, Euch zu fragen, was Ihr begehrt. Was immer es sei, er ist bereit es zu erfüllen."
    Der Prinz fing an zu weinen. "Hätte ich doch", sagte er, "ein warmes Gewand und ein Paar kräftige Schuhe!" - Seht, so flehen wir um die kleinen Dinge der Stunde und wissen nicht zu beten, dass uns Erlösung werde."