Apophthegmata Patrum 1099

Ein Altvater sprach: "Wie der Stand der Mönche geehrter ist als der der Weltleute, so muss ein Wandermönch den ortsansässigen Mönchen in allem ein Spiegel sein."

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Kommentare: 3
  • #1

    R.G. (Sonntag, 22 Dezember 2019 05:18)

    Es ist eine sehr große Herausforderung als Weg-Arbeiter ohne Gemeinschaft in der Welt unterwegs zu sein und nicht vom Weg abzukommen. Da bedarf es einer klaren inneren Orientierung und Ausrichtung, die die äußere Umgebung nicht zu geben vermag, die sogar eher zu einer Desorientierung verführt.

  • #2

    Ruth Finder (Sonntag, 22 Dezember 2019 10:11)

    Eine ganz freie Auslegung:

    Wie der Stand der Mönche (Religion/Psychiker/Grenzen) geehrter ist als der der Weltleute (Materialismus/Hyliker/ganz enge Grenzen), so muss ein Wandermönch (Spiritualität/Pneumatiker/kaum (keine) Grenzen) den ortsansässigen Mönchen (Religion/Psychiker/engere Grenzen) in allem ein Spiegel sein."

  • #3

    Ruth Finder (Sonntag, 22 Dezember 2019 11:47)

    Spiegel also in dem Sinne, dass er den Ortsansässigen ein realistisches Bild ihrer selbst mit ihren Beschränkungen und Grenzen aufzeigen muss.

    Fraglich wäre, ob er nicht auch noch darüber hinaus seine eigenen Qualitäten offenbaren sollte. Das könnte aber eine Zusatzoption sein, die nur von Fall zu Fall sinnvoll/notwendig/nützlich wäre.