Apophthegmata Patrum 282 und 283

Wiederum sagte er (Abbas Theodor von Pherme): "Wenn ich mich nicht trenne von diesen Jämmerlichkeiten, dann lassen sie mich nicht Mönch sein."

 

 

Ein andermal sagte er: "Viele haben sich in dieser Zeit die Ruhe genommen, ehe Gott sie ihnen gewährte."

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Kommentare: 6
  • #1

    R.G. (Donnerstag, 12 Dezember 2019 20:06)

    Zu 282:
    Wenn wir nicht mehr und mehr Verantwortung für unsere Gedanken, Emotionen und Taten in Bezug auf die drei Säulen übernehmen (Weg-Arbeit), dann werden genau diese Gedanken, Emotionen und Handlungen dafür sorgen, dass wir keinen Weg erkennen können.

  • #2

    R.G. (Donnerstag, 12 Dezember 2019 20:15)

    Oder kürzer:
    Ohne Weg-Arbeit keine Ausrichtung.

  • #3

    Clemens (Donnerstag, 12 Dezember 2019 20:37)

    283: Nicht-Wissen-Wollen! Ruhe vor dem (karmischen) Sturm...

  • #4

    R.G. (Donnerstag, 12 Dezember 2019 20:47)

    Zu 283:
    Viele haben irgendwann auf dem Weg gedacht, jetzt hätten sie es erreicht und es ist keinerlei Weg-Arbeit mehr notwendig. Sie haben sich eingerichtet. Doch Ruhe wird uns erst nach Beendigung unserer jeweiligen Inkarnation gewährt. Und auch dann geht es ja irgendwann wieder auf ein Neues und ein Neues und...

  • #5

    Ruth Finder (Freitag, 13 Dezember 2019 07:40)

    zu 283:

    Ein Zaddik erzählte: "Dem Rabbi Ahron von Karlin wollten sich die Wonnen aller Welten auftun, er aber schüttelte nur den Kopf. "Mögen es denn Wonnen sein", sagte er endlich, "aber erst will ich mich um sie abrackern."

  • #6

    Clemens (Freitag, 13 Dezember 2019 18:06)

    282: Jämmerlichkeiten!! Ein sehr wahres Wort. Man bemerkt das manchmal bei anderen - mit Fremdschämeffekt und so. Wesentlich schlimmer (und besser!!), wenn man Jämmerlichkeiten bei sich selbst entdeckt. Trotz Weg-Arbeit findet man sie in seinem Rucksack. Und man wird sie nicht los. Obwohl man weiß, das sie hinderlich sind. Man jammert bei dem Gedanken, sie wegzuwerfen. Wer bin ich denn dann, was hab ich denn dann noch, was bleibt mir... usw.

    Und wie geil, wenn man manchmal Jämmerlichkeiten, die man jahrelang jämmerlich mit sich rumgeschleppt hat, dann doch irgendwann einfach in den Graben pfeffern kann. Wie leicht es geht. Und wie leicht der Rucksack plötzlich ist.

    Gut, wenn man sich merken kann, wie leicht alles ist, bis man vielleicht die nächste Jämmerlichkeit unter seinen "wichtigen" Sachen entdeckt.