Apophthegmata Patrum 253

Abbas Jesaja rief einen der Brüder und wusch ihm die Füße. Dann warf er eine Handvoll Linsen in den Kessel, die er ihm, nachdem sie aufgewallt hatten, vorsetzte.

 

Der Bruder aber sprach: "Es ist noch nicht gar gekocht!"

 

Darauf Jesaja: "Genügt es dir nicht, dass du gesehen hast, dass es ganz hell geworden ist? Es ist auch das ein großer Trost!"

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Kommentare: 3
  • #1

    Simon (Sonntag, 08 Dezember 2019 21:35)

    Wer versucht den dritten Schritt vor dem ersten zu machen, wird an dem zweiten keine Freude haben, weil ihm der erste nicht gelingen wird.

  • #2

    R.G. (Montag, 09 Dezember 2019 09:43)

    Weg-Arbeiter bemühen sich, einander zu dienen (Füße waschen) und Inspiration und Hilfe zu sein (Linsen in den Topf werfen und aufwallen lassen), die Zuversicht schenkt (dass es ganz hell wird). Dies genügt ihnen als Halt (Trost) und sie gehen den Weg gefestigt weiter (Linsen selbst fertig garen), weil sie sich an die Zuversicht erinnern können.

  • #3

    R.G. (Montag, 09 Dezember 2019 13:46)

    Kurz gesagt:
    Der Trost liegt darin, dass unsere Weggefährten unsere jeweiligen Linsen (Themen) "aufkochen". Fertiggaren müssen wir sie jeweils selbst, indem wir ausdauernd umsetzen und Erfahrungen machen. Wenn wir dies nicht tun und stattdessen erwarten, dass wieder und wieder die gleichen Linsen für uns aufgekocht werden, dann "kochen wir unsere Weggefährten gar". Aber leider nicht im positiven Sinn.