Neuronale Plastizität

Hier  zum kurzen Nachlesen der grobstofflich, wissenschaftliche Aspekt/Ausdruck eines Themas, auf dem ich ja in der letzten Zeit in unterschiedlicher Form immer wieder herumreite:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Neuronale_Plastizit%C3%A4t

 

https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/plastizitaet-im-nervensystem/9979

 

Wo wir auch schauen - ob wir uns auf AP-Ebene als Summe der Elementale sehen, oder mehr nach der "Wolke des Nichtwissens" als Folge von Bewusstseinsimpulsen - wir sind letztlich für unsere emotionalen und noetischen Prozesse und den dortigen gegenwärtigen Zustand ebenso verantwortlich, wie für unseren grobstofflichen Zustand. Wenn wir uns körperlich vernachlässigen (in welcher Form auch immer), dann ist die Quittung programmiert. Genauso im psychonoetischen Bereich.

 

So wie das Gehirn zwar im gegenwärtigen Augenblick eben so ist, wie es ist, und auch davon ausgehend nur Entsprechendes leisten kann, so ist es doch gleichzeitig zu Veränderungen fähig.

 

Undiszipliniertes Denken und Fühlen mögen in der Form sozusagen der Charakterform entsprechen, sie sind aber nicht zwingend festgeschrieben. Oder besser: Die Charakterform ist nicht zwingend festgeschrieben. Sie kann durch spirituelle Praxis, Gedanken- und Gefühlsdisziplin, Übungen in rechtem Denken schrittweise modifiziert werden.

 

Tun wir es nicht selbst, tut es auch hier wie im grobstofflichen das Karma, die "Quittung". Und da dann leider gewöhnlich über das Leid.

 

Was brauchen wir? In der buddhistischen Tradition spricht man zum Beispiel von der Kultivierung der Fähigkeit der Ausdauer. Und der Ausdauer bedient man sich dann bei der Übung der vier richtigen Bestrebungen. Diese sind Beherrschen, Überwinden, Entwickeln und Erhalten, wobei sich die ersten beiden auf ungesunde Geistesverfassungen beziehen und die anderen beiden auf gesunde Geistesverfassungen.

 

Als älteste (auch) christliche spirituelle Praxis ist schon aus der Wüstenväterzeit das immerwährende Gebet zu nennen, wie es über die Jahrtausende besonders in der Ostkirche bewahrt blieb. Wir kennen es auch aus den "Aufrichtigen Erzählungen eines russischen Pilgers" ebenso wie aus der "Centurie der Mönche Kallistus und Ignatius".

 

Auch die "Wolke" gibt uns Methoden an die Hand. Hier mehr nonverbal, ganz ins Nichtbenennen einsteigend, aber eben auch mit dem Ziel, die göttliche Gegenwart in die menschliche Gegenwart hereinzuholen und Verwandlung zu bewirken.

 

Naheliegendste Übung: Abendliche Innenschau uns Selbstanalyse - mit der Option, die Erkenntnisse nach und nach in den Tagesablauf zu integrieren.

 

Kurz: Wir sind auch physiologisch dazu in der Lage, sowohl geistige Bahnen einzufahren, als auch, sie zu verlassen. Klar, es scheint immer bequemer, wenn wir in bekannten Bahnen fahren. Das ist ja das ganze Streben der AP. Aber mit dem Volontariat haben wir uns schon zur Modifikation bekannt. Wir müssen das nicht immer wieder neu mit der AP verhandeln. Da hilf dann wieder die Kultivierung der Ausdauer und die vier richtigen Bestrebungen.

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