Arabisches Agraphon 192

Der Messias, Marias Sohn, ging an einer Gruppe von Juden vorbei. Sie schmähten ihn. Er aber segnete sie. Da wunderten sich seine Schüler: "Die anderen schmähen dich, und du segnest sie?"

 

Jesus antwortete: "Jeder Mensch kann nur ausgeben, was er bei sich hat."

 

(Wir würden hier besser "Leute" oder "Männer" statt "Juden" sagen, denn "Juden" waren ja auch Jesus und seine Schüler vermutlich. Mit "Leuten" würde die Textaussage nicht so tendenziös wirken und die eigentliche Aussage des Textes stände mehr im Fokus.)

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Kommentare: 2
  • #1

    R.G. (Mittwoch, 14 August 2019 06:36)

    Wenn man sich anschaut, was man auf die drei Säulen bezogen "ausgibt", weiß man, wo man steht...

  • #2

    Clemens (Mittwoch, 14 August 2019 09:14)

    "Männer" übrigens nur, um zeitgemäß im Bild zu bleiben. Aktuell wäre "Leute" vorzuziehen.

    Und ja, R.G., sehr treffend gedacht. Noch "treffender" im Wortsinn (treffend, getroffen, betroffen... - nicht bezüglich der Überlegung) wird es, wenn man auf das "bei sich haben" schaut, denn das "ausgeben" hat sowas von loswerden. Sowas unterschwellig Beruhigendes. Nicht schön für die anderen, aber schön für einen selbst. "Bei sich haben" ist 'ne Nummer enger dran.