Sprüche von Meister Eckehart

Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einem gedachten Gott;
denn, wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch der Gott.
Man soll vielmehr einen wesenhafen Gott haben,
der weit erhaben ist über die Gedanken der Menschen und aller Kreaturen.

 


Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige;
immer ist der wichtigste Mensch, der dir gerade gegenübersteht;
immer ist die wichtigste Tat die Liebe.

 


Die Menschen sollen nicht so viel nachdenken, was sie tun sollen,
sie sollen vielmehr bedenken, was sie sind.

 


Gott aber, hat man ihn überhaupt, so hat man ihn allerorten;
auf der Straße und unter den Leuten so gut
wie in der Kirche oder in der Einöde oder in der Zelle...

 


Gott ist allezeit bereit, aber wir sind sehr unbereit.
Gott ist uns nahe, aber wir sind ihm ferne.
Gott ist drinnen, wir sind draußen.
Gott ist in uns heimisch, wir sind Fremde.

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