Meditation - Mittel zur geistigen Befreiung VIII

2. Zur Entfaltung von allumfassender Liebe-Güte

1. Die Entfaltung von Liebe-Güte beginnt mit der Hinwendung zu sich selbst. Man lenkt dabei die Achtsamkeit auf Körper und Geist und denkt mit ganzem Herzen: "Möge es mir wohl ergehen, möge ich glücklich sein! Etc."

2. Nachdem man ganz von dem Gefühl der Liebe-Güte durchdrungen ist, vergegenwärtigt man sich die Gestalten von Eltern, Lehrern, Kindern, Freunden und Verwandten, wobei man wieder mit ganzem Herzen die vorgenannten guten Wünsche wiederholt und sich bemüht, das Gefühl der Liebe-Güte zu übertragen.

3. Als nächstes richtet man seine Güte-Gedanken auf jene Mitmenschen, die uns nicht nahe stehen und wiederholt die gleichen guten Wünsche.

4. Die Güteübung ist unvollkommen, wenn nicht auch eventuelle Widersacher mit Güte-Gedanken bedacht werden. Die Aufgabe, die eigene Abneigung anderen gegenüber bzw. deren Ablehnung einem selbst gegenüber zu überwinden bzw. zu akzeptieren, ist nicht ganz einfach. Für den weiteren Fortschritt ist diese Konfrontation jedoch unerlässlich. Daher sollte man immer wieder üben, bis man mit ganzem Herzen solchen Menschen alles Gute wünschen kann.

5. Zum Schluss der Übung wendet man sich allen Wesen im Universum zu, um sie mit Gütegedanken zu durchstrahlen, wobei wir wieder mit ganzem Herzen innerlich sagen: "Möge es allen Wesen wohlergehen, mögen sie alle glücklich sein! Etc."

Ist die Güte-Übung beendet, beginnt man mit der Entfaltung von Achtsamkeit und Bewusstseinsklarheit zum Zwecke wirklichkeitsgemässen Verstehens.

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