Jesus-Agraphon 46

Wer arbeitet, muss sich damit begnügen, dass er davon leben kann.

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Kommentare: 3
  • #1

    Clemens (Montag, 15 Juli 2019 19:39)

    Das kann ja sehr verschieden verstanden werden:

    - Die Arbeit soll nicht das Leben SEIN.
    - Man sollte von ihr nicht mehr erwarten, als dass man davon leben kann.
    - Status, Aufstieg, berufliche Ziele usw. spielten demzufolge keine Rolle.
    - Was heißt LEBEN KÖNNEN? Was alles gehört zum leben können?
    - So gesehen KANN Arbeit gar nichts anderes bringen. Alles andere spielt sich im Leben ab, nicht bei der Arbeit. Zumindest sollte man beides nicht verwechseln.

    etc.

  • #2

    Jonas (Dienstag, 16 Juli 2019 08:32)

    "Zumindest sollte man beides nicht verwechseln." - so strikt getrennt würde ich es nicht sehen. Arbeit kann auch gelebte Spiritualität sein, beispielsweise in Pflegeberufen oder wenn man routinemäßige Dinge "auf die richtige Art", also in vollem Bewusstsein, macht. Und Weg-ARBEIT ist ja auch nicht vom LEBEN getrennt.
    Aber mir ist schon klar, welche Art von Arbeit hier in diesem Kontext gemeint ist. Und zwar die, welche uns in monotoner Art vergessen lässt, wer wir sind. Die uns einlullt und uns von uns selbst ablenkt.

  • #3

    Clemens (Dienstag, 16 Juli 2019 09:08)

    Ja. Auch wenn es ein gebetsmühlenartiges Wiederholen ist: Man kann (fast) alles auf die richtige und auf die falsche Weise tun. Falsch ist eben immer das "eingellullt und abgelenkt werden" oder auch (falsche, muss man wahrscheinlich auch hier sagen) Identifikation. In der Regel SIND wir nicht unser Beruf. Und selbst in Berufen, in denen das möglich/denkbar wäre, tun wir es wiederum nicht auf die rechte Weise.

    Und beim gebetsmühlenartigen Wiederholen bleibt gebetsmühlenartig darauf zu verweisen, dass es mit dem Wissen der Information bei weitem nicht getan ist. ^^