Jesus-Agraphon 43

Es gibt falsche Messiasse und falsche Lehrer. Sie bestreiten die Gnade des Heiligen Geistes und wissen nicht, dass er auch über die Gnade des Christwerdens hinaus geschenkt wird. Ihnen kann weder in dieser noch in der kommenden Welt verzeihen werden.

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Kommentare: 2
  • #1

    Clemens (Montag, 15 Juli 2019 19:24)

    Hieran grübel ich schon eine Weile herum. Da würde ich gerne mal bestechende andere Meinungen hören.

  • #2

    Jonas (Dienstag, 16 Juli 2019 07:48)

    Das Charakteristikum des hl. Geistes, als dynamischer Aspekt Gottes, besteht meiner Ansicht nach in der Verwendung von ätherischer Vitalität zur Formung von Gedanken, Gefühlen, Worten und Handlungen. Wir sind dadurch von Gott begnadet, schöpferisch tätig zu sein. Falsche Messiasse/falsche Lehrer verwenden diese Gabe des hl. Geistes "falsch", da sie einfach falsch ausgerichtet sind. Auch dann, wenn ihnen das nicht bewusst ist.

    "Ihnen kann weder in dieser noch in der kommenden Welt verziehen werden" - hier sind meines Erachtens die karmischen Wirkungen gemeint, die durch die missbräuchliche Verwendung der ätherischen Vitalität gegeben sind. Wir werden mit unseren Taten konfrontiert, entweder noch hier in der physischen Welt, oder in der psychischen bzw. noetischen Welt. Man könnte die "kommende Welt" auch als Hinweis auf die Wiedergeburt auffassen, wo man sich dann dem Vergangenen stellen muss.

    "Sie bestreiten die Gnade des hl.Geistes" - sie sind sich der aus Gnade gestatteten Verwendung der ätherischen Vitalität (die eine Emanation Gottes ist) nicht bewusst, sie denken in ihrer Hybris, dass ihre Gedanken, Gefühle etc. aus ihnen selbst entstehen.

    "und wissen nicht, dass er auch über die Gnade des Christwerdens hinaus geschenkt wird." -Ätherische Vitalität steht allen Menschen zur Verfügung, egal welchen Glaubens oder Nicht-Glaubens sie sind, denn "Der Vater im Himmel lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte." Matthäus 5,45