Paränese

"Sagt nun aus dem Herzen, dass ihr der vollkommene Tag seid und dass in euch das unverderbliche Licht wohnt!"

 

Sowohl spirituelle Praxis in dem Sinne, dass wir es uns selbst über uns selbst sagen (klar machen) und auch über einander sagen (es uns selbst über einander klar machen), als auch ein klares Bekenntnis zu unserer Wesensnatur. Natürlich alles mit großer Vorsicht und Aufmerksamkeit, damit sich keinesfalls die AP den Schuh anzieht - zumindest nicht mehr, als wir aus strategischen Gründen erlauben.

 

 

"Sprecht über die Wahrheit mit denen, die sie suchen, und über die Erkenntnis mit denen, die in ihrem Irrtum Sünde begangen haben! Macht fest den Fuß derer, die gestrauchelt sind, und streckt eure Hände aus zu denen, die krank sind! Speist die, die hungrig sind, und gebt Ruhe den Geplagten, und richtet die auf, die aufstehen wollen, und weckt die, die schlafen!"

 

Beschreibung unseres Jobs in den Trennungswelten, unseres Einstiegs in die SpirGem, unsere Gottesverwirklichung. Im Einzelnen durchaus noch multipel durchzudefinieren. Besonders Punkt zwei ist nicht leicht zu verstehen, scheint mir. Und: Bei "Sündern" ist erfahrungsgemäß mit sehr viel Widerstand zu rechnen. Vielleicht sind nur die gemeint, die schon sehr nah an der Einsicht stehen und nur noch einen kleinen Stubs brauchen.

 

 

"Denn ihr seid die Klugheit, die gestärkt ist. Wenn die Stärke so handelt, dann wird sie noch stärker."

 

Mutmachendes Lob und Umarmung. Unendliche Unterstützungsbereitschaft als selbstverstärkender Mechanismus getarnt. Hier könnten einem vor Freude die Tränen kommen - wäre es nicht so reduziert auf den Punkt gebracht.

 

 

"Seid beschäftigt mit euch selbst, seid nicht beschäftigt mit anderen Dingen, die ihr von euch entfernt habt! Kehrt nicht zu dem zurück, das ihr erbrochen habt, um es zu essen! Seid keine Motten! Seid keine Würmer, denn ihr habt es bereits abgeschüttelt! Werdet nicht ein Wohnort für den Teufel, denn ihr habt ihn bereits zerstört!"

 

Warnung vor Rückfällen aller Art. Klar gesehen weniger davor, dass sie überhaupt eintreten - denn das tun sie - als davor, dass wir es dabei belassen und nicht nach jeden Fall wieder aufstehen und immer ein wenig wachsen.

 

 

"Stärkt nicht die, die sind eure Hindernisse, die hingefallen sind, wobei sie Abfall sind!"

 

Gemeint sind nicht (ausschließlich und auch nicht überwiegend) Leute. Auch und vor allem Elementale, Verhaltensweisen, "Sünden" etc.

 

 

"Denn der Gesetzlose ist jemand, den man schlechter behandeln muss als den Gesetzestreuen. Denn jener tut seine Werke als Gesetzloser; dieser handelt, wie ein gesetzestreuer Mensch seine Werke bei anderen tut. Ihr nun, tut den Willen des Vaters, denn ihr stammt von ihm ab."

 

Widerspricht ja scheinbar dem einen Schaf neben den neunundneunzig. Dem Sünder, der mehr geliebt wird, als neunundneunzig Gerechte. Ist aber dasselbe mit unterschiedlichem Blickwinkel. Ist das "Ich liebe alle gleich, aber manche mehr." Und nochmal zu unterstreichen: Es wird immer von "ihr" geredet, nicht von "du". Und das nicht, weil mit "ihr" viele "dus" gemeint wären. In der SpirGem ist das Du nicht ohne das Ihr denkbar. Allerdings auch das Ihr nicht ohne das Du. Aber das Du ist im Ihr enthalten, nicht umgekehrt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Clemens (Montag, 24 Juni 2019 20:24)

    Der Begriff „Paränese“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Empfehlung/Rat/Ermahnung“. In der Stoa kann der Begriff für den Teil der Philosophie verwendet werden, der aus der Lehre mahnend praktische Konsequenzen zieht. (Lex. Bibelwissenschaft)