Gedanken

Ich mache mir heute immer wieder Gedanken über einen Punkt. Wir sagen: "Die AP ist der perfekte Ausdruck des HS." Und meinen damit (?) das HS innerhalb der Trennungswelten in dem Sinne, dass die defizitäre, verwickelte AP eben auf die Defizite und Verwicklungen des HS innerhalb der Trennungswelten hinweist.

 

Nun frage ich mich - beziehungsweise versuche grokend zu beleuchten - ob die AP auch der perfekte Ausdruck des HS außerhalb der Trennungswelten sein könnte/ ist. Und wie oder wodurch äußert sich dies möglicherweise. Äußert es sich überhaupt? Liegt hier der innere Ansporn für die spirituelle Entwicklung. Man kann sich da vieles fragen, annehmen und in verschiedene Richtungen gehen. Macht Spaß.

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Kommentare: 6
  • #1

    Simon (Samstag, 25 Mai 2019 23:03)

    Vielleicht wird durch die AP lediglich sichtbar, was dem HS noch fehlt und der Unterschied zwischen AP und HS besteht nur in der Verwicklung und weniger in den Defiziten?

    Also, dass die defizitäre und verwickelte AP, auf die Defizite des HS außerhalb der Trennungswelten hinweist. Aber mit dem wesentlichen Unterschied, dass es bei dem HS keine Verwicklungen gibt.

    Dann wäre die AP, doch auch außerhalb, der perfekte Ausdruck.
    (Das kann man aber gefährlich falsch verstehen) ^^

  • #2

    R.G. (Sonntag, 26 Mai 2019 07:21)

    Interessante Frage, Clemens.
    Für mich ist es durchaus vorstellbar, dass die AP auch perfekter Ausdruck des HS außerhalb der Trennungswelten ist und sich hier dann als Ansporn oder "Drang" nach spiritueller Entwicklung äußert. Vielleicht im Unterschied zum HS innerhalb der Trennungswelten nicht aus einem Mangel geboren, sondern aus völliger Liebe und sozusagen ohne Eigenwillen aus der Einheit heraus. Es könnte sich in der Konsistenz unserer Entwicklung äußern.

  • #3

    R.G. (Sonntag, 26 Mai 2019 07:43)

    Ergänzung:
    Es könnte sich in der Stärke des Wunsches äußern, dass nicht nur die eigene Befreiung angestrebt wird, sondern die aller Wesen. Und das ohne Eigenwillen, sondern als "logische Konsequenz" unserer Liebe zu Gott oder in Gott. Sein Wille geschehe.

  • #4

    Simon (Sonntag, 26 Mai 2019 12:42)

    Ergänzung:
    Das Wort Defizit auf das HS zu beziehen, ist vielleicht etwas irreführend, vielleicht wäre das Wort Entwicklungsspielraum angemessener. Oder vielleicht Genese?
    Schwierig ein Wort zu finden, was eine Art von Bildungspotential beinhaltet aber duale Assoziationen vermeiden soll.

  • #5

    Jonas (Sonntag, 26 Mai 2019 22:04)

    Hat das Daskalos nicht einmal in dem Wort Ontopeisis oder so ähnlich zum Ausdruck bringen wollen? Kann mich leider nicht mehr so genau erinnern, wo er das verwendet hat.

    Ganz allgemein könnte man statt Defizit von noch offenen Möglichkeiten oder Potentialen zur Entwicklung sprechen, die in der AP dann zum Ausdruck gelangen können. Am ehesten vergleichbar mit der in der Physik verwendeten potentiellen Energie, beispielsweise ein Stein, der ruhig auf einer Bergspitze liegt (HS außerhalb TW) und erst im Falle der Bewegung ins Tal (AP) enorme Wirkungen zeigen kann.

    Ein bisschen stoße ich mich auch noch daran, dass die AP ein PERFEKTER Ausdruck des HS ist. Die AP ist definitiv der Ausdruck des HS, aber im Rahmen des kulturellen Kontextes, der jeweiligen Lebensumstände zu sehen, jeweils mit aktuellen Schwerpunkten der Entwicklung. D.h. es kommen meiner Ansicht nach nicht alle Defizite bzw. Lernaufgaben gleichzeitig (zu jedem Zeitpunkt) zum Ausdruck, sondern schwerpunktmäßig und sequentiell.
    Oder anders formuliert: Manche Lernaufgaben schlummern noch im Hintergrund (als "Defizit" des HS), werden von der AP kontextbezogen nicht ausgedrückt, sind vielleicht nur latent als Neigung vorhanden.
    D.h. die AP ist möglicherweise zumindest nicht in jedem Zeitpunkt der perfekte HS AUSDRUCK.

  • #6

    Jonas (Montag, 27 Mai 2019 08:38)

    Zur Erörterung der von Clemens gestellten Fragen ist es vielleicht hilfreich, ein Bild in Erinnerung zu rufen, das Clemens einmal in dem Zusammenhang entworfen hat:

    Als multidimensionale Wesen haben wir mit unseren Körpern Anteil an verschiedenen Ebenen, der materiellen, der psychischen, notetischen usf. Man kann sich nun diese Ebenen horizontal übereinander gelagert vorstellen, und wir als Menschen wären einzelne Nadeln, die diese Ebenen vertikal durchstoßen. Unser Nadelöhr wäre also unsere AP in den Trennungswelten und unsere Spitze wäre irgendwo außerhalb davon, wobei wir uns auch außerhalb der Trennungswelten einzelne Ebenen vorstellen können (?).

    Als eine, unteilbare Nadel hätten wir Anteil an allen Bereichen, wir sind uns aber der oberen Bereiche im Regelfall nicht gewahr, haben (noch) keinen (dauerhaften) Zugang dazu. Das wären z.B. Teile von uns, die noch nicht individualisiert sind, die sich auf den Erzengelnaturebenen befinden.

    Aussagen darüber zu treffen sind schwierig, da Erfahrungen auf diesen Ebenen nur sehr schwer in Worten ausgedrückt werden können. Unsere Anteile ab dieser Ebene würde ich persönlich nicht mehr in der AP ausgedrückt sehen, darunter halte ich es für möglich.

    Wichtig an dem Bild scheint mir zu sein, dass wir immer nur EINE Nadel, EIN ICH sind, ohne Unterbrechungen. Als Individuum gilt meines Erachtens das hermetische Prinzip "Wie oben, so unten", die AP wäre also Ausdruck der ganzen Nadel im Bereich unseres Gewahrseins.

    Die Frage ist, ob die Nadel ab einer gewissen Ebene noch Nadel ist oder sich in der Ebene dann auflöst. Wenn wir hier selbstgewahren Zugang hätten, dann wäre unsere AP letztlich perfektes Abbild des GANZEN.

    Ist es nicht Sinn der Sache, dass wir unsere AP immer mehr verbessern ("werdet so vollkommen wie mein Vater im Himmel"), um dadurch Zugang zu diesen Bereichen zu erhalten? Die Modifikation unserer AP wäre also der WEG, um Zugang zu erhalten und dadurch diese höchsten Bereiche in dieser Welt zum Ausdruck bringen zu können?