Yoga-Sutra Abschnitt 15

III,45 Durch meditative Versenkung über die grobe wie die feine Struktur von Dingen, ihre besondere Eigenart, ihre Verbundenheit mit und Sinn in Bezug auf andere Dinge erreicht man Meisterschaft über die Elemente.
III,46 Daraus erwachsen übernatürliche Fähigkeiten, Vervollkommnung des Körpers und Unzerstörbarkeit seines Wesens.
III,47 Vervollkommnung des Körpers meint Schönheit, Anmut, Stärke und Widerstandsfähigkeit.

III,48 Durch meditative Versenkung über die besondere Eigenart des Wahrnehmungsvorganges, dessen ich-formenden Aspekt sowie über die Eingebundenheit und die vom Zweck bestimmte Funktionsweise der Wahrnehmungsorgane erreicht man Meisterschaft über die Sinne.
III,49 Daraus erwachsen geistige Gewandtheit, Unabhängigkeit des Geistes von den Organen und Beherrschung der Materie.

III,50 Allein wer einsieht, dass das weltliche Sein auch in seiner reinsten Form nicht das eigentliche Wesen des Menschen darstellt, bringt es zur Meisterung aller Lebensumstände und umfassender Weisheit.
III,51 Wer auch noch diese Errungenschaft leidenschaftslos hingibt, zerstört die Keime aller Unreinheiten des Geistes und gelangt zur Alleinheit.

III,52 Selbst Verführungen auf höchster Stufe gegenüber darf man weder nachgeben noch darauf stolz sein; dies erweckte nur wieder die unerwünschten Neigungen.

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