Yoga-Sutra Abschnitt 13

III,21 Durch tiefe Meditation über den Körper und seine Funktionen erreicht man das Verschwinden, indem die Wahrnehmungsfähigkeit aufgehoben wird - das Gesehene hört im Auge auf zu sein.
III,22 Ebenso ist es mit dem Verschwinden von Tönen und anderen Sinneseindrücken.

III,23 Die Wirksamkeit des Vergangenen in der Gegenwart ist manchmal deutlich erkennbar, manchmal nicht; wer diesen Zusammenhang in meditativer Versenkung erforscht, kann Unheil oder Tod voraussehen.

III,24 Durch meditative Versenkung über Freundlichkeit, Mitgefühl usw. gewinnt man innere Kraft.
III,25 Wer das Wesen der Kraft versteht, gewinnt die Kraft von Elefanten usw.

III,26 Durch Ausrichtung der geistigen Aktivitäten gelingt es, Licht auch auf subtiles, verstecktes und entfernt liegendes zu werfen und dieses zu erkennen.

III,27 Die Sonne als Objekt der Versenkung führt zum Wissen um das Universum.
III,28 Das Wissen um den Mond enthält das Wissen um die Anordnung der Sterne.
III,29 Aus der Kenntnis des Polarsterns lassen sich deren Bewegungen erklären.

III,30 Konzentration auf das Innere des Leibes führt zum Verständnis für die Funktionen des Körpers.
III,31 Hunger und Durst lassen sich kontrollieren, indem man sich auf das Innere des Halses konzentriert.
III,32 Konzentration auf das Innere des Brustkorbes bringt Festigkeit.
III,33 Meditative Versenkung über das innere Licht führt zur Anschauung derjenigen, die Vollkommenheit erreicht haben.

III,34 Oder alles wird erreicht durch plötzliche Erleuchtung.

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Kommentare: 1
  • #1

    Clemens (Montag, 15 April 2019 09:57)

    III,34 - Da bleibt der AP, die sich vor Anstrengung fürchtet, ja noch eine Hoffnung. Die schlechte Nachricht: Darauf warten ist kein gültiges spirituelles Bemühen. ^^