Das Grundsatzpapier

Orka-Gebrauchsanweisung für Irdische:

 

1. Die Beherrschung der Natur durch Technik ist mit Andacht und Ehrfurcht unvereinbar.

2. Obwohl die Kenntnisse für die Beherrschung der Natur vorhanden sind, besteht keine Absicht, sie zu verwenden.

3 Technik ist geringzuschätzen und hat nur als Spiel einen kleinen Wert.

4. Neue Erfindungen sind nicht gefragt. Wenn sie gemacht werden, dienen sie der vollkommenen Nachahmung der Natur. (Irdisch: Bionik)

5. Wir können den technischen Fort-Schritt, aber wir wollen ihn nicht.

6. Anspruchslosigkeit ist unsere Freude, Rhythmus und Ritual sind unser Werkzeug.

7. Wir wollen nichts mehr wissen, nicht mehr wissen und mehr nicht wissen.

8. Erweiterung der Erkenntnis hat einen zu hohen Preis: Entfernung vom Ganzen.

9. Alle Erkenntnisse sind Teilerkenntnisse, alles Wissen ist Teilwissen; nur der Verzicht auf Wissen ist alles.

10. Irdischer: wenn du bis hierher gekommen bist, zerreiße das Papier. Du könntest sonst meinen, du wüsstest das Unwissen.

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Kommentare: 5
  • #1

    Clemens (Mittwoch, 10 April 2019 12:18)

    Ein etwas seltsames Buch von Hans-Martin Zöllner aus dem Jahr 1988 - "Orka". Aber man kann mal drüber nachdenken...

  • #2

    Jonas (Mittwoch, 10 April 2019 18:49)

    Das "Grundsatzpapier" von Zöllner trifft mich als Techniker schon etwas hart...

    "Werdet so vollkommen wie euer Vater im Himmel" (Bibel frei zitiert) - gehört da nicht auch technisches Wissen dazu?

  • #3

    Simon (Donnerstag, 11 April 2019 11:39)

    Technik: kunstvoll, kunstgerecht, Kunst, Handwerk,zubereiten, gestalten.

    Meist wird der Begriff Technik materiell gesehen, eine etwas harte Formulierung wäre wohl...Technik dient uns als Instrument von Kontrolle, als Ausdruck von Getrenntheit, ein Fetisch für die AP.

    Lustig dabei ist, dass die AP letztendlich auch Technik ist. Die AP ist das Handwerkszeug des HS. Das HS ist das Handwerkszeug des Absoluten. So gesehen sind wir alle Techniker.
    Wir sollten uns also als spirituelle Techniker verstehen.

    Wenn Weg-Arbeit und Weg-Arbeiter verschmelzen und zu einem werden, ist sowohl Technik als auch der Begriff Techniker obsolet.




  • #4

    Clemens (Freitag, 12 April 2019 17:04)

    Ja, das Grundsatzpapier hinkt an verschiedenen Stellen. Vollkommene NACHAHMUNG der Natur (Bionik) geht ja wohl ohne technische Annäherung gar nicht. In der Vollkommenheit mag die Befreiung von Technik erreicht sein, aber dorthin gelangt man ohne Technik nicht.

    Auch die negative Haltung gegenüber der ERKENNTNIS ist für mich nicht nachzuvollziehen. Das Misstrauen - okay! Aber das gilt ja nur der graduellen Erkenntnis. Dem Umgang damit. Der BEHAUPTUNG, sie zu haben. Nicht der Erkenntnis selbst. Auf die Spitze getrieben wäre solch eine Einstellung die Forderung nach Devolution. Nach Rückentwicklung zur unbewussten, animalischen Existenz.

    Wie kann man "technischen Fortschritt können, aber nicht wollen", ohne Erkenntnis zu haben? Das ist alles schwurbelig unrund aufgrund von Hundertprozentigkeitsvorstellungen.

    "Erweiterung der Erkenntnis hat einen zu hohen Preis: Entfernung vom Ganzen." - Dafür müsste man erstmal beim "Ganzen" sein (was wir eben nicht sind).

    Bei allem Wohlwollen aufgrund von Sätzen wie "Anspruchslosigkeit ist unsere Freude" oder dem recht gelungenen Auftakt "Die Beherrschung der Natur durch Technik ist mit Andacht und Ehrfurcht unvereinbar.":

    Insgesamt vier minus, setzen! ^^

  • #5

    Simon (Samstag, 13 April 2019 00:36)

    Jupp, wenn man sich viel Mühe gibt und sehr flexibel an die Sache rangeht, hat dieses Grundsatzpapier ein paar Wahrheiten zu bieten, könnte aber auch das Grunsatzpapierchen eines Entführungsopfers von Aliens sein (mit Sonden und so...).

    "Erweiterung der Erkenntnis hat einen zu hohen Preis: Entfernung vom Ganzen." - Dafür müsste man erstmal beim "Ganzen" sein (was wir eben nicht sind)."

    Wie kann es überhaupt eine Entfernung vom GANZEN geben?
    Doch nur Subjektiv, durch den Mangel an Erkenntnis, oder?
    Im Entwicklungszyklus des Menschen führt gerade die "Erkenntnis" zum Ganzen.