Mundartliche Lebensregel

Ich sprach kürzlich mit TvB über Patanjalis Werk. Dann darüber, dass man die Anleitungen, wie wir schon häufiger thematisiert hatten, auch immer weiter eindampfen kann - bis hin zum"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" Oder als Imperativ "Liebe!" Oder einsilbig: "Love!"

 

Da muss man sich dann aber wieder viel mehr Gedanken machen, was das in der Umsetzung bedeutet etc.

 

Jedenfalls erwähnte T. dabei eine andere, etwas detailliertere Kurzformel in einer Mundart, die ich nicht direkt zuordnen konnte. Sie lautete:

 

"Net poppe, net shoppe, net kloppe."

 

Auch net übel... ^^

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Kommentare: 4
  • #1

    R.G. (Samstag, 30 März 2019 13:21)

    Des is net zu toppe.^^

  • #2

    Jonas (Sonntag, 31 März 2019 12:03)

    Ganz so klar ist mir das als Bewohner des Südens noch nicht. Ich versuch mal eine etwas flapsige Übersetzung:
    "Geh nicht ins Puff, kauf keinen Ferrari und verprügle nicht Deinen Nachbarn"
    Liege ich da in etwa richtig?

  • #3

    Clemens (Sonntag, 31 März 2019 14:10)

    Kurz heißt ja wie gesagt immer, dass man sich die Details selber heranziehen muss. Man könnte es gewiss so verstehen, wie Du, Jonas.

    Ich hatte mir zum "net poppe" überlegt, dass wohl eher NICHT auf das Kohabitieren selbst zwingend zu verzichten sei, sondern mehr auf die natürlicherweise daraus folgende Fortpflanzung. Den sittlichen Aspekt hatte ich gar nicht im Auge.

    Genauso beim "shoppe". Da hatte ich nicht den UMFANG (Ferrari) im Auge, sondern die Haltung. Besonders Shoping als Freizeitgestaltung und Erlebnis. Das ist irgendwie zutiefst krank, will mir scheinen.

    Beim Nachbarn schauen wir dagegen ganz in die selbe Richtung, wenn wir ihn als verallgemeinerbar sehen.

    Zusammengenommen liegen wir dann mit unseren Überlegungen wohl ganz richtig. Ausgeführt wäre es dann wieder deutlich länger. So à la "die dreiundzwanzig Merksätze der Ludwigianer-Spiritualen".

    Im übrigen hätte ich die Mundart als ziemlich "südlich" eingeschätzt. ^^ Schwäbisch? Oder so? Aber das ist für den tiefen Süden natürlich nördlich. :o)

  • #4

    Ruth Finder (Sonntag, 31 März 2019 19:08)

    Die drei "nets" entsprechen den drei Wurzeln des Unheilsamen im Buddhismus : Gier, Hass und Verblendung.