Baum des Lebens

Bei 1.Moses 2,9 lesen wir: "Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen."

 

Zum Baum des Lebens hat es Adam und Eva im Paradies nicht vordergründig gezogen, denn sie lebten dort ohnehin "ewig" - oder zumindest im Unwissen bezüglich ihrer Sterblichkeit. Erkenntnis des Guten und Bösen reizte sie da schon mehr. Also im Grunde der bewusste Eintritt in die Trennungswelten. Als sie diese Frucht gekostet hatten, schritt Gott zügig ein, wie wir bei 1.Moses 2,22-24 lesen können:

 

Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!


Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.


Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

 

Da wäre es also um echtes, ewiges Leben (in den Trennungswelten) gegangen. Rabbi Bunam Bubel, S. 759) interpretiert das Vorenthalten der Früchte dieses Baumes folgendermaßen:

 

"Nach der Sünde der ersten Menschen erkannte ihnen Gott in der Fülle seines Erbarmens zu, in der Welt des Todes zu leben, damit sie zur vollkommenen Erlösung gelangen. Darum beschloss er zu verhüten, dass sie auch vom Baum des Lebens essen und der Geist sich dann nie mehr von der Stofflichkeit löse und zur Erlösung bereite, und vertrieb sie aus dem Paradies."

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Kommentare: 2
  • #1

    R.G. (Montag, 04 März 2019 19:15)

    Gott sei Dank!

  • #2

    Jonas (Donnerstag, 07 März 2019 15:20)

    Das Sterben und Wiedergeborenwerden in den Trennungswelten inklusive der damit verbundenen Auslöschung der Erinnerungen scheint mir ein notwendiger Prozess für unser Fortkommen zu sein.

    Wenn man Menschen betrachtet, die sich schon nach wenigen Jahrzehnten entwicklungsmäßig festfahren, die geistig starr und unbeweglich werden, dann muss man - wie R.G. es ausgedrückt hat - wirklich froh darüber sein, dass es dann zu einem Schnitt mit Neubeginn kommt.