Nicht erst, wenn...

Manchmal entdeckt man Worte der Wahrheit auch in ganz gewöhnlichen Ratgebern. In diesem Fall in "Intervallfasten" von Dr. Petra Bracht:

"Das Fasten ist der bedeutendste Aufruf an den Körper, seine genetisch 'eingebauten' Selbstheilungskräfte zu aktivieren.


'Wie Gesundheit wirklich funktioniert, kann jeder verstehen!' Diese Erkenntnis hat mich seit jeher fasziniert. Es müsste einen einfachen Schlüssel für die Gesundheit geben, davon war ich immer überzeugt.

Es konnte doch nicht sein, dass die hochkomplizierte Biochemie und Biophysik erst einmal verstanden werden müssen, um zu wissen, was man für seine eigene Gesundheit tun kann.
Die biologischen Zusammenhänge sind im Vergleich zu den komplizierten medizinischen Naturwissenschaften sehr gut nachvollziehbar."

Nach dem Analogiegesetz könnte man das Gesagte von Mikrokosmos-Mensch auf Makrokosmos-Erde/Universum übertragen.


Die Aussage eignet sich aus meiner Sicht gut zu manchem Deutungsansatz.

Rabbi Jakov ben Katz würde dazu wahrscheinlich Folgendes sagen:

"Ich müsste doch nicht erst alle Erzengel und Engel im Himmel beim Namen und in ihrer Wirkung kennen und alle Stufen auf der Himmelsleiter gezählt haben, und schon gar nicht erst des Herren Willen und Plan zu entschlüsseln, um die Arbeit an mir selbst und den Dienst am Gottvater und an meinen Mitmenschen zu tun. Denn bis dahin tappen wir doch nicht im Dunkeln. Jeder hat ein Gottesfünklein in sich, welches einem den Weg andeutet. Nenne es wie du willst: einen Ruf oder eine Erinnerung, Gewissensstimme oder Sehnsucht, oder einfach gesunden Menschenverstand. Für jeden, der mit offenen Augen, ehrlichen Gemütes und gütigen Herzens bei sich und auf die Welt schaut, bieten sich schon jetzt jeden Tag dieser Arbeit und dieses Dienstes Möglichkeiten."

(Ruth Finder)

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Kommentare: 4
  • #1

    Ruth Finder (Mittwoch, 06 Februar 2019 20:18)

    "(...) nehmen wir als Gleichnis einen Hund, der noch nie geschwommen ist. Wird er plötzlich ins Wasser geworfen, dann kann er schwimmen. In ähnlicher Weise haben wir in uns eine Art von geistigem Instinkt, und wenn wir gewillt sind, uns zu öffnen, dann finden wir auf irgendeine Weise unmittelbar unseren Weg. Es ist nur die Frage des Sich-Öffnens. Es ist dem Einzelnen völlig überlassen, seinen eigenen Weg zu finden, und dies ist auch möglich."

    (Chöguam Trungpa)

  • #2

    Simon (Donnerstag, 07 Februar 2019 00:29)

    Manchmal scheint es verlockend, den Weg eines anderen gehen zu wollen und obwohl völlig unmöglich, versuchen wir es doch immer mal wieder.
    Ein Grund liegt vermutlich in der illusorischen Annahme, der Weg unseres Gegenübers wäre klarer wahrnehmbar oder erkennbar als der eigene.
    Ganz nach dem Motto: "Oh, der Weg sieht aber vielversprechend und leicht zu handhaben aus, nehme ich.

    Obwohl wir alle den gleichen Weg gehen, gibt es keinen Weg zweimal. Es gibt noch nicht einmal einen Weg, wäre das so, würden ihn viele nicht finden.
    Zum Glück ist es so geregelt, dass der Weg uns findet ^^
    "Die Frage des Sich-Öffnens" ist wohl ein entscheidender Aspekt, unter welchen Umständen der Weg uns findet.

  • #3

    Ruth Finder (Donnerstag, 07 Februar 2019 11:27)

    Der Baalschem sagte: "Jedermann soll seiner Entwicklung entsprechend seinen eigenen Weg gehen. Geschieht dem aber nicht so und einer schaut darauf, wie weit es ein anderer auf seinem Wege gebracht hat, und ihm nachzutun trachtet und seinen eigenen Weg fahren lässt, dann werden nicht dieser und nicht jener durch ihn verwirklicht werden."

  • #4

    Simon (Donnerstag, 07 Februar 2019 11:57)

    Denn dein Weg geschehe. ^^