Geschäftsbeziehung

Rabbi Jakov ben Katz und seine Schüler unterhielten sich in der Schul. Durchs geöffnete Fenster hörten sie das Sägen und Hämmern eines Bauherren. Der Rabbi fasste sogleich einen Gedanken, ließ sich aber das Gespräch zu Ende entwickeln. Dann merkte er an: "Der Teufel ist ein sehr erfolgreicher Geschäftsman, sag' ich euch."

Was veranlasse ihn so zu denken und womit handele denn der Teufel, wollten seine Schüler wissen.

Jakov ben Katz fuhr folgendermaßen fort: "Dieser bietet in Unmengen die Nägel der Vor- und Verurteilung und die Hämmer der Verblendung und des Hasses an. Sein teuflisches Handelszeug findet reißende Abnahme, denn die menschliche Neigung zum Festnageln, zum Sich-Festlegen, hält die Nachfrage ungebrochen. Das tun die Guten und die Bösen."


Dann murmelte er leise in seinen Bart: "Solche Verblendeten und Hasserfühlten nagelten früher viele tatsächlich fest. Als Jeruschalajim noch unzerstört war, geschah das einem allseits bekannten Rabbi auch."

(Ruth Finder)

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