Erweiterung der spirituellen Praxis

Frau Gabriel und ich haben heute eine erweiterte Praxisanleitung entwickelt. Für einige von uns gehört das wahrscheinlich unformuliert ohnehin zum Tun. Andere mögen das eher nicht betreiben. Durch die Formulierung/Benennung wird die Umsetzung/ das Praktizieren leichter.

 

So wie wir die Innenschau/Selbstanalyse betreiben - im Sinne von: was wirklich ist, also nicht kucken oder mal was sehen, sondern eben, wie das Wort InnenSCHAU schon andeutet, hinSCHAUEN und erkennen - so lässt sich auch Außenschau und Situationsanalyse betreiben.

 

Es ist offensichtlich, dass die Innenschau/Selbstanalyse der ersten Säule des spirituellen Lebens zuzuordnen ist. Außenschau und Situationsanalyse können je nach Weite den anderen beiden Säulen zugeordnet werden.

 

Trotz des Objektivitätsanspruchs kann man auf verschiedene Weise an die Außenschau und Situationsanalyse herangehen, indem man beispielsweise bestimmte Aspekte der zweiten Säule ins Auge fasst. Für manchen ist es bestimmt hilfreich, sich "das Gute", den "Segen" im täglichen Leben immer mal wieder (oder jeden Tag?) zu vergegenwärtigen.

 

Die AP (das HS in den Trennungswelten) hat im unentwickelten Zustand die Tendenz, Erfreuliches, Wichtiges, Bewahrenswertes schrittweise für selbstverständlich zu nehmen und aus der Tendenz zur Unruhe heraus in ungute Haltungen und Handlungen zu verfallen. Der Volksmund nennt das: "Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er aufs Eis."

 

Deswegen gehört es unserer Ansicht nach zur spirituellen Praxis, sich die vielen positiven Rahmenbedingungen besonders eben im Bereich der zweiten Säule immer wieder zu vergegenwärtigen. Dadurch bliebe eine positive Grundhaltung bewahrt und freudvolle Aktivität würde erleichtert.

 

Das soll nicht heißen, dass wir ungute Umstände nicht erkennen dürfen oder sollen. Dort ginge es aber mehr um Konkretisierungen und rechtes Erkennen, und daraus erwachsende Negativhaltungen sollten eher vermieden werden. Negativhaltungen kultiviert die AP nämlich schon von sich aus gern und sollte durch entsprechende Disziplin daran gehindert werden. Für die Vertiefung ist nur die Schau des Segens geeignet, ja sie ist, wie oben angedeutet, geradezu zwingend notwendig.

 

Auf die dritte Säule bezogen wäre wahrscheinlich die Auseinandersetzung mit der fortschreitenden Zerstörung der Lebensgrundlagen sehr vieler Wesen (uns selbst als Menschen eingeschlossen) nicht zu vermeiden - obwohl auch dort auf den Segen zu schauen wäre, denn zumindest für uns trägt das System durch das hohe Maß an implementierter Gnade ja in absteigenden Windungen noch.

 

Übergeordnet könnte man dann noch eine Art Zusammenschau der drei Säulen mit den Wechselwirkungen und Verantwortlichkeiten untereinander anstreben. Das wäre sozusagen die Königsdisziplin der Innen- und Außenschau.

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