Nachtrag zu "Warum wir sterblich sind" vom 24.10.

Ein Überlegungsansatz scheint mir bezüglich des "Nicht-Weggehens" aller Erfahrungen, ihrer immerwährenden Präsenz in unserem Selbst, noch unerwähnt:

 

ZEIT gehört möglicherweise zu den ausschließlich trennungsweltlichen Phänomenen. Zumindest die Physik spricht von der Nichtexistenz von Zeit vor dem Urknall. Und im spirituellen/religiösen Kontext wird oft von der "ewigen Gegenwart" gesprochen, wenn unser nachtodliches Sein in der Nähe Gottes bzw. das göttliche Sein selbst beschrieben wird. (Allerdings ist meiner Ansicht nach der Begriff insofern falsch, da von "ewig" in Verbindung mit "Gegenwart" nicht gesprochen werden muss. Dadurch kommt doch wohl Zeit durch die Hintertür zurück.)

 

So gesehen wäre es offensichtlich, dass nichts weggeht bzw. weggehen kann. ^^ Allerdings wissen wir nicht wirklich, wie das Höchste die Dinge auf seiner Ebene gestaltet. Schaun mer mal!

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Kommentare: 2
  • #1

    Clemens (Dienstag, 30 Oktober 2018 19:55)

    Statt "ewige Gegenwart" vielleicht "zeitlose Gegenwart", um sie von der "Gegenwart" in den Trennungswelten abzuheben, die ja laufend den Zeitstrahl entlangrutscht.

  • #2

    Clemens (Sonntag, 04 November 2018 20:12)

    Für uns gläubige Physiker hat die Scheidung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur die Bedeutung einer, wenn auch hartnäckigen, Illusion.
    (Albert Einstein)