Kabîr II

Wenn der Baum zu schwer wird von seinen Früchten, dann neigen sich langsam seine Äste, bis sie schließlich den Boden berühren.
Sie sind zu schwer, um noch so stolz, so egoistisch dazustehen wie einst.
Zum ersten Mal macht ihr Reichtum sie demütig, ihr Reichtum holt sie wieder herunter zur Erde.
Sie bitten jemanden, ihnen ihre Früchte zu nehmen, damit sie gewichtslos werden und sich wieder hoch in den Himmel recken können.
Kabîr sagt: "Genauso steht es um einen, dessen Dasein zu einer reifen Frucht geworden ist.
Er wird demütig, er wird arm. Er ist bereit, mit jedem zu teilen.
Er fragt nicht, ob du es verdienst oder nicht. Er will nur eines: geleert werden.

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