Buch des Tages

7 m² Freiheit

Versteckte Inseln, Buchten und einsame Fjorde: Die Reviere der Ostsee und des nahen Nordens sind für den Journalisten Marc Bielefeld magische Orte. Mit seinem kleinen Segelschiff fährt er immer öfter und immer weiter hinaus, um die Hektik der Großstadt einzutauschen gegen Wellen, Wind und weiten Horizont. Das Boot bietet gerade so viel Platz wie unbedingt nötig, doch gibt es für den Autor keinen besseren Ort, um zu leben und zu arbeiten. Das Boot wird zu seinem »schwimmenden Kloster«, zum Vehikel der Freiheit. – Ein Buch für Segler, Meeresfreunde und all jene, die sich von neuen Kursen inspirieren lassen.

Marc Bielefeld zog es schon immer an die See, wo er schwimmt, surft, taucht und segelt. Mit Mitte vierzig schließlich reduziert er seinen Besitz auf dem Festland auf ein Minimum und führt sein Leben als freier Autor fortan auf schwankendem Grund. Mit dem Segelboot erkundet er die Küsten Deutschlands, Dänemarks und Schwedens, navigiert aber auch durch die schwierigen Seegebiete vor Irland und Schottland. Überall begegnet er Menschen, die die Leidenschaft für Wind und Meer teilen. Was er von ihnen und in der Abgeschiedenheit auf dem Wasser lernt, zieht sich als roter Faden durch sein Buch. Es beschreibt so manche praktische Schwierigkeit, vor allem jedoch die befreiende Wirkung eines einfachen und entschleunigten Lebens.

 

(Amazon-Text zum Buch "Wer Meer hat, braucht weniger")

 

Habe jetzt etwas mehr als ein Drittel gelesen. Der Autor ist scheinbar in keiner Weise spirituell oder auch nur philosophisch orientiert. Trotzdem eines der wenigen Bücher, dass ich wohl so ziemlich auf einen Rutsch durchlesen werde. Der Amazon-Text wird dem Werk in meinen Augen nicht gerecht. Wohl weil Amazon (oder wer sonst diesen Text verfasste) das Buch nicht mit meinen Augen gelesen hat. ^^ Interessant sind die schweren ein-Stern-Bewertungs-Verrisse auf Amazon. Wie sehr unterschiedlich Menschen die gleiche Sache wahrnehmen können. Abgefahren! Und auch etwas verstörend und beängstigend.

 

Meine Leseempfehlung für das Buch steht. (Ich verleihe es gern, wenn ich es durch habe.)

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Kommentare: 2
  • #1

    Jonas (Donnerstag, 04 Oktober 2018 11:57)

    Es wäre auch wieder mal eine gute Übung für den Alltag, im Laufe eines Tages (oder auch längere Zeit) bewusst zu überlegen, was man denn wirklich braucht und was unnötig/überflüssig ist.
    Beispielsweise: Brauche ich (als AP) denn wirklich den dritten Kaffee am Vormittag? Könnte ich nicht auch mit dem Rad statt dem Auto fahren oder etwa auch zu Fuß gehen? Muss ich mir mein Mittagessen ausgerechnet beim Mac ^^ kaufen oder wäre nicht ein guter Salat meiner Gesundheit zuträglicher?
    Mir fällt in der Selbstanalyse auf, dass von mir gewisse Dinge einfach nicht hinterfragt werden, weil ich es immer so gehandhabt habe und es für mich Gewohnheit ist.

  • #2

    K (Freitag, 05 Oktober 2018 09:51)

    Dem Eintrag von Jonas kann ich nur zustimmen. Ein kleines Beispiel von mir: Ich hatte die Notwendigkeit von Duschgel (ja meist in Plastikflaschen) nicht mehr hinterfragt. Dann wurde mit bewusst, dass Seife ja die viel bessere Alternative ist. Ein Stück Seife reicht mindestens ein halbes Jahr und mat hat (falls in Papier eingewickelt) überhaupt keinen Plastikmüll. Da gibt es aber so viele Sachen und man sollte sich nicht auf den Dingen ausruhen, die man schon positiv verändert hat, denn da gibt es noch sehr viele Schrauben, an denen man drehen kann. Man kann, um beim Beispiel zu bleiben, an der Schraube weiter drehen, möglichst wenig Seife zu benutzen und man kann an der Schreibe drehen, sich immer weitere Dinge bewußt zu machen und diese zu verändern.