Der blaue Berg

"Der blaue Berg ist der Vater der weißen Wolke. Die weiße Wolke ist der Sohn des blauen Berges. Den ganzen Tag lang sind sie aufeinander bezogen, bedingen sich gegenseitig, ohne voneinander abhängig zu sein. Die weiße Wolke ist immer die weiße Wolke. Der blaue Berg ist immer der blaue Berg." (Meister Tozan)

 

Shunryo Suzuki schreibt dazu:


"Dies ist eine reine, klare Darstellung des Lebens. Es gibt wohl viele Dinge wie die weiße Wolke und den blauen Berg: Mann und Frau, Lehrer und Schüler. Sie bedingen einander. Aber die weiße Wolke sollte sich nicht vom blauen Berg aus der Ruhe bringen lassen. Der blaue Berg sollte sich nicht von der weißen Wolke aus der Ruhe bringen lassen. Sie sind ganz unabhängig, aber doch aufeinander bezogen, einander bedingend."

 

Vor einiger Zeit fielen mir diese zu einer Schleife gedrehten Sätze ein.
Hier passt es endlich mal. ^^

 

"Lebt man die Einheit in Abhängigkeit (Abwesenheit),
ist das Ergebnis eine Zweiheit in Getrenntheit.

Lebt man die Einheit in Unabhängigkeit (Gegenwärtigkeit),
ist das Ergebnis eine Zweiheit in der Einheit."

 

Lässt sich für mich gut mit dem blauen Berg und der weißen Wolke in Einklang bringen.

 

(Simon)

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