Gerontikon - Väter sind Täter

426. Die heiligen Väter sprachen eine Weissagung über die Generation der Endzeit.

 

"Was haben wir geleistet?" sagten sie.

 

Und es antwortete einer von Ihnen. "Wir haben die Gebote des Herrn befolgt."

 

Sie gaben zur Antwort: "Aber die nach uns, was werden sie tun?"

 

Er antwortete: "Sie werden bis zur Hälfte unserer Werke gelangen."

 

Sie fuhren fort: "Und die nach ihnen - was?"

 

Er sprach: "Sie werden überhaupt kein Werk aufweisen, die von der jüngsten Generation. Doch wird über sie eine Versuchung kommen. Die aber in jener Zeit bewährt erfunden werden, die werden für größer erachtet werden als wir und unsere Väter."

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Kommentare: 1
  • #1

    Ruth Finder (Sonntag, 16 September 2018 18:52)

    Ich finde, die folgenden Geschichten beschreiben ganz gut, wie ich den Spruch verstehe.

    In der Schrift wird erzählt: Die Dienstengel sprachen einst zu Gott: "Du hast Mose gestattet zu schreiben, was er schreiben will - da wollte er doch bestimmt zu den Leuten sagen: "Ich habe euch die Lehre gegeben!"

    "Nicht doch", erwiderte ihnen Gott, "aber täte er es, er wäre mir getreu."

    Rabbi Jizchak von Worki wurde von seinen Schülern befragt, wie dies zu verstehen sei. Er antwortete mit einem Gleichnis: "Ein Kaufmann wollte auf Reisen gehen. Vorher nahm er sich einen Gehilfen und stellte ihn in den Laden. Er selbst hielt sich zumeist in der angrenzenden Stube auf. Von da an hörte er im ersten Jahr zuweilen, wie der Gehilfe zu einem Käufer sagte: "So billig kann es der Herr nicht her geben." Der Kaufmann reiste nicht. - ("Wir haben die Gebote des Herrn befolgt." - Anm. R.F.)

    Im zweiten Jahr vernahm er mitunter von nebenan: "So billig können wir es nicht hergeben." Er verschob die Reise noch einmal. - ("Sie werden bis zur Hälfte unserer Werke gelangen." -Anm. R.F.)

    Aber im dritten Jahr hieß es: "So billig kann ich es nicht hergeben." Da trat er seine Reise an. - ("Sie werden überhaupt kein Werk aufweisen, die von der jüngsten Generation." - Anm. R.F.)

    Denn es gilt:

    Ein Schüler fragte den Zloczower Rabbi: "Es heißt, dass jeder in Israel verpflichtet ist, zu sprechen: "Wann wird mein Werk an die Werke meiner Väter Abraham, Isaak und Jakob reichen?" Wie ist das zu verstehen? Wie dürfen wir uns erkühnen zu denken, dass wir es den Vätern gleichzutun vermöchten?"

    Der Rabbi erklärte: "Wie die Väter neuen Dienst stifteten, jeder einen neuen Dienst nach seiner Eigenschaft, der eine den der Gnade, der andere den der Liebe, der dritte den der Demut, so sollen wir, ein jeder von uns nach seiner eigenen Art, im Licht der Lehre und des Dienstes Erneuerung stiften und NICHT GETANES TUN, SONDERN NOCH ZU TUENDES." (Großschrift R.F.)

    Und die Versuchung? Vielleicht ist damit die Erwartung der Wiederkehr des Messias, Legendenbildung über ihn und unvermeindliche Vergleiche mit den anderen Männern/Frauen des Weges gemeint: Also der PASSIVE Glaube, dass einer (Jesus, ein Meister, ein Lehrer, ein Gelehrter), der doch besser weißt, was zu tun ist, die Erlösung bringt und nachzuahmen ist.