Dogen Zenji IV

- Wenn du in einem Boot fährst und das Ufer betrachtest, meinst du vielleicht, das Ufer bewege sich. Aber wenn du deinen Blick genau auf das Boot richtest, siehst du, daß es das Boot ist, das sich bewegt. Ähnlich ist es, wenn du andere Dinge mit verwirrtem Geist betrachtest. Du meinst dann vielleicht, dass dein Geist und deine Natur dauerhaft sind. Aber wenn du dich bemühst und zu dir selbst zurückkehrst, wird dir klar werden, dass nichts ein unwandelbares Selbst besitzt.

- Wenn wir beide Seiten einer Sache sehen und daraus die Folgen ziehen, wo wird unser Wirken lebendig; andernfalls gelangen wir an einen toten Punkt.

- Willst du den Weg der Buddhas und Zen-Meister beschreiten, dann erwarte nichts, suche nichts und halte nichts fest.

- Wir sollten all unsere Sorgen hinter uns lassen, ob sie jetzt berufliche Fragen oder die Mittel zum Lebensunterhalt betreffen. Wer nach außen hin den Weg so eifrig zu praktizieren scheint, als ob er ein um dem eigenen Kopf loderndes Feuer zu löschen bedacht wäre, aber diese Sorgen nicht aufgibt, kann den Weg nicht erreichen.

- Wenn du von weltlichen Sorgen über die Zukunft und deinen Broterwerb nicht ablässt, wirst du es bedauern. Folge dem Weg, oder all deine Tage und Nächte werden umsonst gelebt sein.

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