Nicht schlimm

Wenn du dich mir

gelegentlich fern fühlst

lass es lächelnd zu -

das bringt dich mir

eher wieder nahe

als wenn du darüber

erschrickst.

 

(Jörn Pfennig)

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Kommentare: 3
  • #1

    Phia (Mittwoch, 29 August 2018 17:51)

    Ich verstehe das Gedicht als eine Art Selbstgespräch. Sich von sich selbst fern zu fühlen ist in meiner Interpretation eher ein Grund zur Freude als Anlass zur Sorge, weil ich mich in diesen Momenten nicht komplett mit meiner AP identifiziere. Und das seltsame Gefühl was daraus entsteht ist möglicherweise einfach nur das kurzzeitige Bewusstsein über die AP, den Beobachter und vielleicht auch das höhere Selbst. Vielleicht ist man sich in diesen Momenten, in denen man nicht nur über die verschiedenen Ebenen Bescheid weiß, sondern einige davon erlebt, näher, als in den Momenten in denen man keinerlei Diskrepanzen wahrnimmt.

  • #2

    Phia (Mittwoch, 29 August 2018 18:00)

    Was mir gerade noch einfiel:
    Es könnte auch die Umsetzung von Weg-Arbeit mit dem Gedicht gemeint sein. Sich nicht entmutigen zu lassen, sondern es "lächelnd zuzulassen" und weiterzugehen. Vielleicht ist es doppeltes Versagen, wenn man sich über das eigene Versagen beklagt und (gar) kein wirkliches Versagen wenn man mal versagt hat, aber sich weiterhin bemüht.

  • #3

    Simon (Mittwoch, 29 August 2018 19:26)

    Cool!