Vaterunser

Mir ist auf Youtube eine interessante Version des Vater-Unsers aufgefallen, die mir gefällt, obwohl sie musikalisch schon ein bisschen pompös ausgefallen ist:

https://www.youtube.com/watch?v=mr_5kBNFE50

Das interessante daran sind die Änderungen, die am Text des Vater-Unsers vorgenommen wurden. Mir wären insgesamt drei aufgefallen (zwei wesentlich-inhaltliche, eine rein sprachliche), die alle Sinn ergeben bzw. mir zumindest diskussionswürdig erscheinen. Die eine Änderung ("führe uns IN der Versuchung") wurde auch von Daskalos so gebetet, die andere ist mir neu, hätte aber auch einen gewissen Charme, da sie meines Erachtens der Wahrheit näher kommt ("lass vergeben uns unsere Schuld" - inkludiert das sich selbst vergeben als wichtigen Schritt zur Heilung).

 

(Jonas)

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Kommentare: 2
  • #1

    Clemens (Montag, 16 Juli 2018 20:20)

    Nicht explizit gesagt, aber: Wir haben Gott gegenüber KEINERLEI Schuld! Nur zwischen uns besteht Schuld und sollte vergeben werden (nicht sieben Mal, sondern siebenundsiebzig Mal - also IMMER wieder - Mt 18,22 ). Und, wie Jonas ganz recht hinweist, sollten wir auch uns selbst vergeben. Und dann in zwei Hinsichten. Unsere Schuld anderen gegenüber, und unsere Schuld an/gegenüber uns selbst.

  • #2

    Jonas (Dienstag, 17 Juli 2018 07:38)

    Vollkommen einverstanden, Clemens, danke. Wenn man das Thema "Schuld" noch weitergehend betrachtet, könnte man noch die dritte Säule des spirituellen Lebens in das Bild integrieren und auf die Wechselwirkungen achten. Interessant wird es auch, wenn man das Karmagesetz mit seinen Wirkungen über die Zeit in das Bild hineinnimmt.