Ein Ring?

Ich suche schon eine Weile nach einem anderen Deutungsansatz, als das Lessinggleichnis nahelegt. Dabei stoße ich aber auf verschiedene Schwierigkeiten. Es kann sicher keinen Ring geben, der Gott manipuliert und den Träger vor Gott "angenehm macht". Es sei denn, der Ring stünde selbst für eine von Gott gegebene Eigenschaft. Also beispielsweise die göttliche Wesensnatur des Menschen. Da wären aber Mütter und andere Brüder nicht ausgeschlossen. Der "meistgeliebte Sohn" stünde also bildlich für alle Menschen jeder Generation.


Nächstes Problem: Die "sterbenden Väter" würden auf den ersten Blick nicht recht in ein Modell passen, bei dem ohnehin alle einen "Ring" hätten. Nächstes Problem: Wer ist  der Richter? Und, und, und.

 

Nach einigem Hin und Her wird vielleicht so ein Schuh daraus:

Der anfängliche "Mann" ist ein Erzengelwesen außerhalb der Trennungswelten noch VOR seinem Abstieg in selbige. Hier ist der VATER Gott, und der erste SOHN eben dieses Erzengelwesen. Dieses Erzengelwesen ist vom Vater/Gott in einen fortgesetzten Schöpfungsprozess eingebunden, in dem weitere Erzengelwesen entstehen, die noch außerhalb der Trennungswelten verbleiben. Der Vater bleibt dabei der gleiche, Söhne entstehen unter Mithilfe des ersten Sohnes (Christus-Logos?) Generation für Generation und ALLE sind mit der göttlichen Wesensnatur ausgestattet, da Gott sie selbstverständlich ALLE liebt.

Dann, eines Tages, werden DREI WEITERE Söhne "geboren". Dies steht für den Abstieg in die Trennungswelten, für die drei Körper. Und selbstredend bleibt der erste Ring (der einzige Ring) natürlich beim Vatersohn (Sohnvater? - dem Erzelgelselbst eben), dem Höheren Selbst außerhalb und innerhalb der Trennungswelten. Die drei Söhne/Körper erhalten beim "Tode" des Vatersohnes - dem Vergessenwerden des HS durch die AP - aber identische Kopien, die eigentlich ein quasi eingebauter Hinweis auf ihre wahre Wesensnatur sind.

In den Trennungswelten beginnt nun ein Streit der drei Söhne/Körper um die Vorherrschaft im Sinne von "wer hat den echten Ring, wer darf bestimmen". Allerdings haben ja alle lediglich Kopien, da sie selbst als Aspekte der AP Kopien des HS innerhalb der Trennungswelten sind.

Der "Richter" könnte nun entweder eine äußere Person wie ein spiritueller Lehrer sein. Oder sie könnte eine Instanz innerhalb der AP sein - beispielsweise der "Zeuge" bzw. der "Beobachter". Ein objektiver Unteraspekt. Oder aber ein Zugang zum HS... Jede dieser Möglichkeiten könnte Quelle der Ratschläge sein, die die AP (drei Söhne) bekommt.

Der Rat des Richters entspricht dem Rat: Wenn Du selbst nicht der Buddha sein kannst, dann trage die Buddhamaske und versuche, dem zu entsprechen.

 

Und die "Beliebtheit bei den Menschen"? Das wäre dann wohl im Endzustand der Erwerb einer umfassenden Geschicktheit der Mittel.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0