Keuschheit

Keuschheit vor der Ehe fällt einem dazu ein. Dann aber viele kleine Kindchen für die katholische Kirche (z.B. Philippinen - Bevölkerung plus 1,6 Prozent pro Jahr). Das Untugendgegenteil ("Todsünde") ist Wollust. Lateinischer Begriff interessanterweise: Luxuria. Uns von Luxus her bekannt. Wörtliche Bedeutung von Luxuria: üppige Fruchtbarkeit. Weiter: Liederlichkeit, Verschwendung! Keuschheit in Bezug auf vor/nach der Ehe ist scheinbar eher ideoligisch befrachtet.

 

Der Zusammenhang zur Sila "nicht durch sexuelles Verhalten schaden" ist gegeben. Wann schadet man? Ja, wohl tatsächlich bei wollustgetriebenem Geschnacksel ohne Verantwortungsübernahme und Verhütung. Aber auch bei üppiger Fruchtbarkeit im Ehestand - und zwar im Bereich aller drei Säulen.

 

Auch sprunghaftes Herumkopulieren mit wechselnden Partnern unter dem Diktat der "Wollust" wirkt wahrscheinlich unterm Strich eher verletzend. Auch krankheitsfördernd. "Üppige Fruchtbarkeit" mal außen vor gelassen.

 

Kurz: "Keuschheit" ist vielleicht am ehesten als "nicht vom Wollustelemental versklavt sein" zu verstehen. Und nicht im selben Kontext demagogisiert und irrational verblendet zu sein. Das Themenfeld bewusst und lernend und rechtgeleitet zu überblicken.

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Kommentare: 4
  • #1

    Ruschi (Montag, 19 März 2018 12:18)

    https://gralsbotschaft.org/keuschheit-111/

  • #2

    Clemens (Montag, 19 März 2018 18:17)

    Hat ein wenig gedauert, aber heute kam von R.F. das erlösende Zauberwort: Keuschheit lässt sich auch psychisch und noetisch verstehen. Genau! Bei Rushi klingt das ja auch an. Bzw. lässt er fast nur die Keuschheit gelten.

  • #3

    TvB (Mittwoch, 21 März 2018 06:20)

    "...fast nur DIE (also die psychonoetische) Keuschheit gelten" meinst du ja wohl. Da ist auch der von dir benutzte Begriff der Woll-Lust passend. Die Lust, etwas zu wollen, spielt sich ja psychonoetisch ab. Und da sind es eben die eingefahrenen Gedanken- und Emotionsformen, zu denen es uns immer wieder zieht, wie "ein Hund, der zu seinem Gespei zurückkehrt". Keuschheit ist so gesehen graduelle bis völlige Freiheit gegen sich selbst, und dann schon fast eine göttliche Tugend.

  • #4

    Ruth Finder (Mittwoch, 21 März 2018 17:32)

    "Eine sehr gute Analyse - und sicher etwas, von dem man sich nicht ohne weiteres völlig freisprechen sollte. (...) Das ist das Wesen der Trennungswelten." (aus dem Kommentar von Clemens zu dem Blogbeitrag "Ichbezogenheit)

    "Keuschheit ist so gesehen graduelle bis völlige Freiheit gegen sich selbst, und dann schon fast eine göttliche Tugend." (TvB)

    Dazu O.E. Bernhardt: "Keuschheit ist IRDISCHER Begriff für Reinheit, welche GÖTTLICH ist. Es ist für jeden Menschengeist das Streben zu grobstofflicher Betätigung eines erahnten Abglanzes göttlicher Selbstverständlichkeit. Reinheit ist göttlich, Keuschheit ist ihre Nachahmung vom Menschengeist, also ein geistiges Abbild, welches sichtbar werden kann und soll in dem irdischen Tun."