Plötzlich still und ungetrennt

Heute erfuhr ich eine bisher unbekannte Variante von unio mystica im Kleinen. Da ich ja der Notwendigkeit unterliege, auch krank zur Arbeit zu fahren, hat mich auch heute die Grippe nicht abgehalten. Versorgt mit einer Paracetamol gegen Fieber und Gliederschmerzen, schlug ich bei der Arbeit auf und ging - langsam, langsam - ans Werk. Wie auch den Tag davor. Ich höre bei der Arbeit Hörbücher. Heute sträubte sich bei mir einiges gegen diese auditive Belästigung. Trotzdem versuchte ich es, aber nach kurzer Zeit schaltete ich den Mp3-Player wieder ab. Wohltätige Stille trat ein. Im Inneren blitzten Gedanken auf. Erstaunlich absurdes (restfiebriges?) Zeug. Da fiel es leicht, auch damit aufzuhören. Noch wohltätigere Stille trat ein - unterstrichen durch eine leichte Sediertheit durch den Medikamentengebrauch. Der innere und der äußere Raum verschmolzen zu einem gedämpften "Raum". Gerade war ich dabei, die glatten, flachen Metallsockel und die vereinzelten Fliesenbereiche im Gastraum zu wischen. Beides war rau von getrocknetem, leichtem Schmutz. Dies teilte sich "dem Raum" mit, wenn der Raum mit dem Feudel über die Flächen fuhr. Und der Raum fühlte die Freude der Flächen, sauber zu werden. Und so war es auch die restlichen Tätigkeiten hindurch im ersten Laden, wo ich arbeitete. Das war cool. Und im zweiten Laden konnte ich willentlich (nein, eigentlich nicht willentlich, mehr wie ein Hochlegen der Füße zum Relaxen als naturliche Haltung) in diesen Zustand eintreten. Damit lässt sich leben. Morgen vielleicht mal ohne Paracetamol?

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Kommentare: 1
  • #1

    Maria (Mittwoch, 07 März 2018 11:12)

    Cool :-)