Thogme 37.21

21. Die Gegenstände des Verlangens gleichen salzigem Wasser: je mehr ihr davon trinkt, um so stärker wird euer Verlangen danach. Was auch immer Bindung erzeugt aufzugeben ist die Übung der Bodhisattvas.

 

Wir können etwas weiter ins Detail gehen: Die Gegenstände gleichen Wasser. Das Verlangen gleicht Salz.

 

Gegenstände sind nicht nur physische Objekte, sondern alle Erscheinungen der Trennungswelten. Von diesen Erscheinungen brauchen wir eine Reihe, um unsere APs in den Trennungswelten zu erhalten. Eine Reihe - nicht alle. Und zwar "nicht alle" als Summe, denn auch ein Durstiger braucht nicht alles Wasser, und auch "nicht alle" im Sinne einer Auswahl. Wir brauchen einige, andere nicht. Bezüglich einer klugen Auswahl müssen wir unterscheiden lernen.

 

"Verlangen" ist nicht im Sinne von Bedürfnissen gemeint. Es meint hier Identifikation mit dem Bedürfnis. Im Extrem Identifikation, die über Leichen geht. Diese Art Verlangen versalzt jedes Bedürfnis. Kluge Bedürfnisse ebenso wie unkluge. Durch das Verlangen werden letztlich alle Bedürfnisse schädlich, denn durch die egoistische Identifikation neigen wir dazu, uns nicht zu fragen, wie wir unser Bedürfnis gestillt bekommen.

 

Aufgabe also: Salzen und unkluges Wählen aufgeben. Reihenfolge egal bis jeweils wechselnd.

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