Thogme 37.05

5. Durch schlechte Gesellschaft vermehren sich die drei Gifte und Hören, Nachdenken und Meditation werden verfallen. Liebe und Mitgefühl werden zugrunde gerichtet. Schlechte Gesellschaft zu meiden ist die Übung der Bodhisattvas.

 

Die drei Gifte sind (die Geistesgifte) Gier, Hass und Verblendung. Sie stehen dem Heil(sweg Hören, Nachdenken und Meditieren) entgegen und werden durch schlechte Gesellschaft vermehrt. Und zwar durch Elementalinfektion und über den Karmaweg. Das Meiden schlechter Gesellschaft meint allerdings nur die Kumpanei. Nicht den generellen Kontakt mit weniger spirituell orientierten, oder gar wirklich schlechteren Menschen. Der ist manchmal unvermeidbar und manchmal notwendig. Zudem ist Beobachtung ein Aspekt der Weg-Arbeit. Selbstbeobachtung und die Beobachtung anderer. Erkenntnis durch Beobachtung macht (negatives) Karma weitgehend überflüssig.

 

Das Meiden schlechter Gesellschaft führt letztlich in gute Gesellschaft - in die spirituelle Gemeinschaft.

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Kommentare: 3
  • #1

    Ruth Finder (Mittwoch, 31 Januar 2018 16:17)

    Das könnte man eins zu eins auf "eigene" - innerhalb von uns befindliche - Gesellschaft in beider Hinsicht übertragen.

  • #2

    Jonas (Mittwoch, 31 Januar 2018 17:28)

    Man sollte beim Begriff "schlechte Gesellschaft" auch nicht auf die Medien vergessen. Elementalinfektionen ergeben sich auch aus dem Konsum von Fernsehen, Filmen, Radio, Internet etc. Auch hier sollte man selektiv unterwegs sein und auf Hygiene achten.

  • #3

    Clemens (Mittwoch, 31 Januar 2018 18:49)

    Sehr treffende Ergänzungen. Interessant finde ich in beiden Zusammenhängen den Unterschied zwischen Kumpanei und Kontakt. Er besteht dort auch. Die Gewichtung ist etwas anders. Bei beiden kann man sich, wie es mir gerade scheint, noch schneller selbst bescheißen - im Sinne von: Man muss doch zumindest informiert sein, man soll ja nicht weltfremd sein etc.