Vier mal vier

Einige Schüler von Rabbi Jakov ben Katz erzählten ihm von ihren immer wiederkehrenden Träumen. Nun stellte es sich aber heraus, dass die Träume dieser Leute sich ähnenlten: sie alle berichteten von einem Vierergespann und einem unheimlichen Wesen, das den Karren steuerte. Mal saß man drinnen fest und konnte nicht heraus, mal wurde man vor dem Gespann gehetzt, mal ritt man ins Nirgendwo - und immer dieses höhnische Lachen von dem Fuhrmann.

Der Rabbi seufzte leise und berichtete: "Auch ich wurde von dergleichen nächtelang heimgesucht. Ich sage euch dies: Mal hat eure Unentschlossenheit das Sagen im Gefährt, mal eure Ungeduld, mal eure mangelnde Einsicht - dieses Wesen, das euch an euer irdisches Leid kettet, hat viele Namen. Nicht umsonst hat es vier Zugtiere und die haben feste Namen: Das sind - "wenn", "dann", "weil" und "aber"."

Ein Schüler bemerkte erstaunt: "Verflixt! Da sind doch überall sogar vier Buchstaben in den Wörtern!"

Der Rabbi sagte schmunzelnd: "Das nenne ich den himmlischen Zahlenwink!"

(Ruth Finder)

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