Temba! Seine Arme weit!

Es gibt Zeiten, in denen wir auf AP-Ebene ganz gut unsere Ausrichtung halten und zusätzlich die AP auch noch ganz gut der Ausrichtung entspricht. Oder vielleicht sollte man besser einschränken, dass wir ein "teilweise" hinzufügen müssen - und zwar bezüglich der Ausrichtung oder der Entsprechung oder sogar beidem. Konkret: Wir sind in unserer Ausrichtung beispielsweise gut auf Nächstenliebe ausgerichtet (absolut gesehen beinhaltet Ausrichtung ja noch mehr Aspekte) und entsprechen dem auch bezüglich unserer Haltung, unseres momentanen Befindens/Empfindens. Dann erleben wir ein Nächstenliebe-Hochgefühl.

Zudem muss man auch noch Aktivität und Passivität bezüglich Ausrichtung und AP-Entsprechung berücksichtigen. Wenn wir schon einige Erfahrung in Weg-Arbeit und Verwirklichung haben, dann sind entsprechende Elementale schon mehr oder weniger (sowohl vom Volumen her als auch von der Anzahl her) in die AP integriert. Dort gibt es aber auch noch andere, unveredelte Charakteraspekte (Elementale). Vom Karmaweg her werden wir nun zyklisch durch die unterschiedlichen/gegensätzlichen Zustände hindurchgeführt, um Erfahrungen zu sammeln. Es gibt da keine Stabilität der AP - und zunächst wenig Vorwärtsbewegung. Erst die aktive Weg-Arbeit verschiebt das Gewicht zum "Guten" hin beschleunigt, wird also gut-stabiler. Aber immer noch recht "slowly, slowly!" Das gegengute Elemental schrumpft, das gute wächst. Trotzdem können wir auch als Weg-Arbeiter noch aktiver oder passiver sein. Wir können also nächstenliebender sein, weil das Elemental beispielsweise durch die spirituelle Praxis gestärkt wird. In einer entsprechenden Meditationsübung etwa. Trotzdem kann das Elemental dann passiv über uns kommen, wenn wir im Alltag leben. Wir können es aber auch im Alltag aktiv wollen, indem wir uns immer wieder daran erinnern und aktiv in den entsprechenden Zustand hineinbegeben. Das ist letztlich auch eine spirituelle Übung, muss aber eben im Alltag vollzogen werden. Hier lernen wir nach und nach die Freiheit den Gedanken und Emotionen gegenüber. Wir ersetzen ungewollte Gedanken und Emotionen gegen gewollte Gedanken und Emotionen - und damit Handlungen.

Wir machen auf dem Weg auch die Erfahrung, dass wir aus unseren mehr oder weniger aktiv gewollten oder passiv geschehenden gewünschten Zuständen herausgerissen werden. Aus der Nächstenliebehaltung etwa durch einen uns gegenüber aggressiv/fordernd/beleidigend etc. auftretenden Mitmenschen (auch bekannt als "Testfaktoren" ^^). Es können aber auch einfach Ängste, Zweifel oder Sorgen sein. Hier zeigen sich dann zwei Punkte. Einerseits die oben beschriebene Instabilität des Charakters schlechthin. Andererseits darüber hinaus, dass es immer noch einen leicht zu treffenden AP-Kern gibt (man könnte es auch scheinbar umgekehrt als harte Schale der AP beschreiben), eine AP-Identifikation, die eben die kernhafte (schalenartige) Verhärtung bewirkt/ist.

Wären wir als HS unserer AP gegenüber unidentifiziert frei, dann könnten uns Dinge, die die AP betreffen, gar nicht berühren. Natürlich ist auch das eine Idealvorstellung. Und auf dem Wege zum Ausdruck dieses Ideals finden immer wieder Prüfungen statt. Das ist eben einfach so und im System angelegt. Unbequem manchmal, aber letztlich einzig zielführend.

Die mit einer Nächstenliebehaltung einhergehende Offenheit und Verletzlichkeit ist nur eine scheinbar größere gegenüber einem verschlossenen Zustand, da der erlebte Kontrast zwischen der Nächstenliebehaltung und einer aversiven Umweltreaktion größer ist. Eine Beleidigung wirkt auf eine offene AP im Grunde genau gleich wie auf eine verschlossene AP - weil die AP gleich ist! Der Aufmerksamkeitsfokus ist höchstens unterschiedlich. Die Umweltreaktionen unterscheiden sich aber zudem wahrscheinlich graduell, je nachdem, ob ich offen oder eingekapselt unterwegs bin. Wenn ich selbst den aggressiven Brutalo raushängen lasse, ist die Schwelle für die Umweltpersonen natürlich höher, mich aggressiv anzugehen. Umgekehrt wird die Aggressivität mir gegenüber wahrscheinlich noch größer sein, wenn die Schwelle dann doch überschritten wird.

Die klassische (Daskalossystem) Schutzübung ist die Lichthülle. Wir schaffen ein Elemental, dass so geprägt wird, dass negative Elementale nicht zurückgespiegelt, sondern bei der Passage aufgelöst werden. Dies wäre quasi die "magische" Variante. Wir können das aber auch anders sehen - das nämlich durch diese Übung die AP schrittweise durchlässiger und durchlässiger wird. Es kommt also zu gar keiner Kollision von negativen Elementalen mit der AP. Das wäre auch als zunehmende Nicht-Identifikation zu lesen. Egal, ob man jetzt von der magischen Elementalwirkung ausgeht (als Elemental ist es natürlich auch ein eingegliederter AP-Aspekt), oder von der direkten Wandlung der AP selbst (was die Einstellung gegenüber aversiven Elementalen betrifft) spricht, oder zuletzt von einer Fokusverschiebung der Identifikation weg von der AP hin zum HS ausgeht - die Lichthülle ist eine gute Übung.

 

Hoffentlich: "Sokath! Seine Augen offen."

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Kommentare: 3
  • #1

    Dathon (Mittwoch, 17 Januar 2018 20:13)

    Rai und Jiri auf Lungha. Rai von Lowani. Lowani unter zwei Monden. Jiri von Ubaya. Ubaya der gekreuzten Wege auf Lungha. Lungha, ihr Himmel grau.

  • #2

    TvB (Donnerstag, 18 Januar 2018 06:21)

    Diese Bezugnahme auf die Kommunikationsschwierigkeiten in Folge 102 von "Raumschiff Enterprise TNG" verstehe ich als Anspielung auf die Schwierigkeit, mit Worten dem schwierigen Thema gerecht zu werden. In der zusammenfassenden Form oben ist es zweifellos noch schwieriger gewesen. Es würde sich lohnen, das weiter gefasst auszuformulieren.

  • #3

    Clemens (Donnerstag, 18 Januar 2018 11:45)

    Sir, yes Sir!