Die Technik der HARTEN

Oder sagen wir, der Gefestigten. Denn sie wird nur denen empfohlen, die sich schon einigermaßen erkannt und angenommen haben und sich aushalten können.

 

Ich spreche von einer vierten spirituellen, mystischen Methode der Lösung von der Ego-Ebene und des Einstiegs in die (H-)Selbst-Erfahrung und Gottesschau.

 

Klassisch und allen bekannt sind Methoden wie:

1. Einspitzigkeit, Atemkonzentration etc.

2. Herz Jesu, Mantra etc.

3. Wolke des Nichtwissens, Hingabe an Gott etc.

 

Der vierte Weg ist auch ein Weg des ruhigen Sitzens. Dabei werden die aufsteigenden Gedanken, Gefühle und Impulse beobachtet. Auch das Schweifen in Vergangenheit und Zukunft ist legitim. Die jeweiligen inneren Bewegungen werden dann auf ihre egoistische Natur hin untersucht und entlarvt. Erschreckend kann da erst einmal sein, dass praktisch nichts anderes stattfindet.

 

Verbunden mit einem beständigen Loslassen der entlarvten Inhalte geschieht dann möglicherweise eine Annäherung an Wesentlicheres, an die Lücke zwischen den vordergründig/oberflächlichen Motivationen.

 

In der Lücke kann sich einiges ergeben. Sie kann zum Eigentlichen werden.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ruth Finder (Donnerstag, 21 Dezember 2017 19:48)

    ...und ihr Handeln: ^^

    Ein Chassid von Kotzk, ein Anhänger des Rabbi Mendel von Kotzk, unterredete sich mit einem Chassid von Tschernobil über die beideseitigen Bräuche.
    Der von Tschernobil sprach: "Wir durchwachen jede Nacht vom Donnerstag auf den Freitag, am Freitag geben wir Almosen nach unserem Vermögen, und am Sabbat rezitieren wir das ganze Buch der Psalmen."
    "Wir", erwiderte der von Kotzk, "wachen alle Nächte, solang wir können, Almosen geben wir, wenn uns ein Armer begegnet und wir Geld in der Tasche haben, und die Psalmen, über denen David sich siebzig Jahre abgerackert hat, sagen wir nicht hintereinander herunter, sondern sagen sie, wie's die Stunde erheischt."

  • #2

    Jonas (Freitag, 22 Dezember 2017 08:01)

    Der Pollundermann (Eckhart Tolle) hat auf die Bedeutung der Lücke auch immer hingewiesen, sie kann uns eine Tür zum Ausstieg aus der AP Ebene werden. Er sagte:"It´s not the words, it´s the gaps between the words." (frei zitiert). Es kommt nicht auf die Worte an, sondern auf die Lücken zwischen den Worten.